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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1928-01-01 · XIX. (1928) · page 344

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIX. (1928)
Date
1928-01-01
Page
– (sequence 344)
Language
German
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IRI
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308 fassung geht zwar nur auf nationale Motive zurück und sucht nicht allgemein ethische Gedanken, sie hat aber eine Stütze in der in der תורה oft wiederholten Betonung der historischen Begründung. Die Opfergattungen der Fürsten bei der Einweihung des Heiligtums (IV. B. M. 7, 21) sind unter diesem Gesichtspunkt gewählt. Der eine Stier weist auf Abrahams Gastfreundschaft hin, die einen Stier den Wanderern vorsetzte. Der eine Widder erinnert an Isaks Opfermut, das Schaf an Jakobs Leiden bei Laban1), der Ziegenbock soll die Lieblosigkeit der Brüder Josephs sühnen, die einen Ziegenbock schlachteten, um ihre Sünde zu verbergen. Die zwei Rinder als Friedensopfer deuten auf die Friedensliebe von Mose und Aron, die den Frieden zwischen Gott und Israel erwirkten. Die drei Arten, Widder, Böcke und Schafe, nehmen Bezug auf die Einteilung Israels in Priester, Leviten und Israeliten, auf die Einteilung der Bibel in Tauroh, Propheten und Schriften. Die Fünfzahl jeder Gattuug entspricht der Fünfzahl der Bücher Moses und der Fünfzahl der Gebote auf jeder der beiden Gesetzestafeln. Die Vorschrift, dass die Leviten bei ihrem Amtsantritt die Haare ihres Körpers scheeren sollen (IV. B. M. 8, 7), begründet er damit, dass sie an Stelle der Erstgeborenen getreten seien, die Götzendienst geübt hätten; dieser aber wird, ebenso wie der Aussatz, als Tod bezeichnet, daher sollen die Leviten wie die Aussätzigen behandelt werden, bevor sie die für ihr Amt .erforderliche Reinheit erlangen. Die Symbolik des Zizisgebotes beruht nach ihm ausschliesslieh auf dem Hinweis auf den bei diesem ausdrücklich erwähnten Auszug aus Ägypten (IV. B. M. 15, 41). Die Ecken des Gewandes deuten auf die gleichlautend bezeichneten Adlersflügel, auf denen Gott Istael aus Ägypten getragen, die Vierzahl erinnert an die hierbei gebrauchten vier Ausdrücke der Erlösung, die dunkle Farbe des blauen Fadens nimmt Bezug auf das gleichlautend bezeichnete Sterben der Erstgeborenen in der Nacht, da der Himmel dunkel war, die acht Fäden bringen zum Bewusstsein, dass Israel acht Tage nach dem Auszug gewartet hat, bis es das Meereslied ge: sungen hat. ף S. auch zu IV. Bf M. 28,19.

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