Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIX. (1928)
- Date
- 1928-01-01
- Page
- – (sequence 343)
- Language
- German
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Zur jüdischen Symbolik. Von Rabbiner Dr. Michalski, Karlsruhe. Die überzeitliche and übel-räumliche Zeichensprache der jüdischen Pflichterfüllung, durch die das jüdische Volk das Bekennt* nis der Treue zu seinem Gott und dessen Geboten zur Tat gestaltet, ist Ausfluss der Harmonie von Körper und Geist, adelt den Körper als Dolmetsch des Geistes. Die körperliche Handlung .,spricht eine Sprache, kündet Erkenntnis, ohne Sprache, ohne Worte, ohne dass ihre Stimme gehört wird.“ Sie wird zum Sinnbild, Bild zum Sinnen, indem sie Gedanken und Empfindungen weckt, sinnendes Bilden, indem sie zum Ausdruck sie bringt. Ausprägung des Geistes io Formung des Körpers hebt die religiöse Tat zum unentbehrlichen Spiegel der Gefühle empor, die durch sie erst zur sichtbaren Wirklichkeit werden. Nachstehende Ausführungen wollen in den Erklärungen des Rabbi Mosche Hadarschon zur Tauroh, sowie in den Anordnungen und Schriften unserer Weisen זצ״ל symbolischen Einschlag aufzu* weisen versuchen. I. Die Symbolik des Rabbi Mosche Hadarschan. Während S. R. Hirsch1) die jüdische Symbolik in ihrem physischen, socialen, allgemein menschlichen Zusammenhang erfasst, nimmt Rabbi Mosche Hadarschon in seiner Symbolik, soweit sie uns in Raschis Pentateuchkommentar2) erhalten ist, ausschliesslich auf die historische Beziehung und Bedeutung Bezug. Diese Auf- ג) Gesammelte Schriften Bd. III. 2) Vgl. die Angaben in d. Raschi-Ausgabe v. A. Berliner ed. 1905. S. 430. 20»