Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIX. (1928)
- Date
- 1928-01-01
- Page
- – (sequence 324)
- Language
- German
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288 der Stelle, wo du dich befindest), so wird jener sagen: Nichts mehr!1) Der wird dann sprechen: Sei still! Um ja nicht den Namen Gottes anzurufen \2) Auf diese Weise ist der ganze Vers und sein Gedankengang klar und verständlich, der MT ganz korrekt und alles Gezwungene überflüssig. Nachdem ich dies geschrieben, fand ich, dass auch Ehrlich (Bandglossen z. hebr. Bibel Bd. V. S. 245) eine Lösung in diesem Sinne suchte. Er schreibt: ״Für das rätselhafte ומסרפו ist vielleicht ומספרו zu lesen. ספר heisst im Arab. wegschaffen, und auch das ihm entsprechende hebräische ספר könnte diese Bedeutung haben“. Die Bedeutung wäre dieselbe, nur auf Grund einer Metathesis literarum, während nach mir es sich um einen Lautwechsel handeln kann, bestärkt durch den Umstand, dass unser מסרף Pt. Piel ist, genau wie im Arab. זרף II. Dabei möchte ich noch erwähnen, dass auch (צרף) die Bedeutung ״Wegschaffen״ hat, und es ist bekannt, dass dem arab. (צ) oft im Hebr. ein ס entspricht. (Vgl. (חסן (חצן u. a. m.). habe. In Wirklichkeit ist einfach für לאשר zu lesen מני רלאשה Innersten des Hauses sind die Frauengemächer Ps. 128,3. Nachdrücklich war ja auch zuvor von zehn Männern gesprochen. Nun fragt der Verwandte, während er die Gebeine des letzten fortträgt, die Frau des Hauses durch Zuruf, ob noch ein Toter in ihrem Gemache ist, d. h. ob er noch einmal kommen muss, und sie antwortet: St (אמרה konnte das ה vor הס leicht verlieren). *) אפס bedeutet hier nicht: es ist aus! Das עוד der Frage spielt noch zu אפס der Antwort hinüber ״אפס ערך Nichts mehr. Es ist nichts mehr vorhanden. VgL dazu II. Sm. 9,3 האפס ערך J Jes. 47, 8,10 ואפסי ערך J Zeph. 2,15 ואפסי ערך♦ 2) Diese Deutung des Schlussatzes geht aus der Parallelstelle Ps. 20,8 ״י> ׳ובשם ה׳ אלקינו נזכיר> auch durch Ex. 22,13■ ושם אלהים אחרים לא תזכירו u. Jos. 23,7 ובשם אלהיהם לא תזכירו richtig erklärt wird, deutlich hervor. VgL dazu Baethgen, Die Psalmen (bei Nowack) S. 59, Schluss d. Anmerkung. Der Sinn unseres Satzes ist wohl der: Wenn der Angerufene meldet, dass keine Toten mehr vorhanden sind, so wäre jzu erwarten, dass der Anrufende darauf etwa ausruft: Gott möge denn auch weiteres Unglück verhüten. Statt dessen ruft er jenem zu: Sei still! Wozu der Prophet bemerkt; Um ja nicht den Namen des Ewigen anzurufen |