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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1928-01-01 · XIX. (1928) · page 293

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIX. (1928)
Date
1928-01-01
Page
– (sequence 293)
Language
German
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IRI
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257 ebenso auch die Schilderungen der Verfolgungen im Mittelalter des Ibn Verga, Sehebeth Jehuda, das Emek Habacha des Arztes Joseph Hakohen, sowie viele andere Werke ähnlichen Inhaltes. Behandelten diese fast ausschliesslich die jüdische Geschichte, so behandelte der Arzt R. Joseph Hakohen in seinen Dibre Hajamim französische und türkische Geschichte und berücksichtigte David Ganz (1541 — 1613) in seiner bis zum Jahre 1592 reichenden Chronik ״Zemach David“ auch die Geschicke der europäischen Staaten.1) Die genannten Werke wurden ins Deutsche übersetzt und wiederholt aufgelegt. Die geographische Literatur beschränkt sich auf Beschreibungen des Heiligen Landes sowie auf Reisebeschreibungen. Die bekannteste und aufschlussreichste ist die des Benjamin v. Tudekt, den seine Weltreise (1160—1173) durch einen grossen Teil der alten Welt, durch Europa, Asien und Afrika führte. Sein hebräisch geschriebener Bericht wurde ins Lateinische, Deutsche, Französische, Englische und Holländische übertragen und in ungefähr 20 Ausgaben gedruckt; ausserdem finden sich in anderen Büchern noch Auszüge desselben. Das jüdischdeutsche ״Geliloth Erez Israel41 enthält eine Schilderung Palästinas, seiner Städte sowie des Reisewegs dorthin; dabei werden Sagen und Legenden, die sich an einzelne Orte knüpfen, eingeflochten. Es ist schwer, eine nur annähernd vollständige Zusammenstellung der einschlägigen Schriften zu liefern. Dies ist hier jedoch nicht nötig; es genügt der Hinweis auf einzelne, wobei für uns auch in erster Linie solche in Betracht kommen, die in Deutschland erschienen, da orientalische oder italienische Verhältnisse nicht immer zum Vergleich herangezogen werden dürfen. Ohne dies besonders hervorzuheben, habe ich meist solche Werke als Beispiele angeführt, die in Frankfurt oder dessen Umgebung gedruckt wurden, oder auf den Frankfurter Büchermarkt kamen, wie die Erzeugnisse der Offizinen von Amsterdam, Sulzbach, Frankfurt an der Oder und anderer deutschen Druckstätten. Unter der Erzählungsliteratur steht an erster Stelle das ״Ma’asse Buch“. Es war ein richtiges Volksbuch, enthielt eine Sammlung von ungefähr 300 Geschichten, Anekdoten, Legenden etc, 1) Den späteren Ausgaben wurde noch eine weiter reichende Fortsetzung beigegeben. Jahrbuch der J. U Q. XIX. 17

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