Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIX. (1928)
- Date
- 1928-01-01
- Page
- – (sequence 285)
- Language
- German
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249 Esajas Cervus Ullmann v. Mannheim am 14. 6. 1731, Jeremias Neustetter, Palatinus Judaeus am 21. 2. 1744, 30. 4. 1750, 30. 9. 1756, 16. 12. 1762. die Namen Nathan David Cannstatt v. Worms Joseph Schwab v. Mannheim Jacob Cannstatt v. Worms Auch in Giessener Promotionsakten finden sich einiger jüdischer Ärzte verzeichnet: Siegfried Meyer 1732 Simon Wolff Worms 1768 Simon Meyer Cassel 1781 Jakob Aronson 1790. Dazu kommen noch aus dem Dekanatsbuch der medizinischen Fakultät: Anselm Worms 11. 8. 1741 Grumbrich Wetzlar j Simon Emanuel Wallieh j 1760 Nathan Salomon v. Mainz I Simon Wolff Worms 30. 8. 1768 Simon Cassel erwirbt am 5. 10. 1770 den Licentiatengrad.l) Hirsch Wolf besteht am 19. 5. 1779 die Prüfung. Simon Cassel war der erste, der in Giessen eine öffentliche Disputation hielt und genau wie die christlichen Kandidaten sein Examen ablegte. Das Repertorium Bd. IV, S. 855 enthält darüber folgenden Eintrag: ״Anno 1781 dem Juden Candidaten Simon Mever Cassel aus Bonn wird erlaubt, öffentlich zu disputieren und ihm die Doktor Würde wie einem christlchen Candidaten erteilt, welches allhier das erste Exempel bei einem Juden ist.“ In den zugehörigen Akten heisst es: ״Bisher waren die Juden Candidaten damit zufrieden, wenn Ihnen nach überstandenem Examen und nach dem sie ihre Dissertation herumgetragen, die Fakultät durch ein Testimoninm Licentia Medicinam faciendi ertheilte.“ 2) x) Die Licentiatenprüfung war eine Zwischenprüfung, ähnlich dem Baccalaureus. *) Ausführliche Daten, das Verhalten der einzelnen Universitäten Juden gegenüber betreffend, finden sich bei Lewin, Die jüdischen Studenten an der