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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1928-01-01 · XIX. (1928) · page 283

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIX. (1928)
Date
1928-01-01
Page
– (sequence 283)
Language
German
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aufgenommen. am 13.12. 1706 sollte scheinbar eine weitere Immätrikulation erfolgen, die aber nicht zustande kam, denn der Eintrag: ״Meyer Löw, Judaeus, Fetsbergensis“*) ist wieder durcbgestrichen. Über beide Immatrikulationen sind leider keine Akten mehr erhalten, die uns weiteren Aufschluss geben könnten.* 2) Wir haben bereits gesehen, dass sich deutsche Universitäten zunächst zur Immatrikulation, nicht aber zu Promotionen bereit erklärten. Die ersten Frankfurter, die in Deutschland promovierten, waren Anselm Gutmann Buchsbaum und Benjamin Levi Buchsbaum; sie bestanden 1729 ihr Examen in Giessen. Nach Angaben des Dekanatsbuchs suchten am 6. 9. 1729 zwei Juden um den Grad nach.3 4) Sie dürften wohl — Namen werden keine genannt — mit den beiden Buchsbaums identisch sein. 15 Jahre vorher konnte Schudt noch berichten, ״dass man die Juden nirgends in Deutschland, sondern allein in Italien zu Doctera, doch nicht in Jure, sondern nur in der Medicin mache.444) Da Schudts Buch 1714 erschien, so lässt sich die Zeit der ersten Promotion in Deutschland ziemlich genau abgrenzen: sie muss im Zeitraum zwischen 1714 und 1729 stattgefunden haben. Ich fand sogar ein ganz genaues Datum dafür: Als erster Jude in Deutschland promovierte am 25. 1. 17245) Dr. Moyses Sobernheim ans Bingheim6) in Halle. Soweit ich feststellen konnte, wird dieser Moses Sobernheim nirgends erwähnt, weder in Schräders Geschichte der Universität Halle noch bei Frankenthal, Aus der Heimat Mendelssohns, wo einige Daten über die Beziehungen von Juden zur Hallenser Universität angegeben sind (S. 176 11. a. a. O ). Auch Dreyhaupt, Beschreibung des Saalkreises, nennt S. nicht. Selbst ‘) Dass. S. 165. 2) Eine ausführliche Zusammenstellung von Material über die Irnrnatrikulation von Juden an den einzelnen Universitäten ist bei Lewin, Die jüdischen Studenten an der Universität Frankfurt a. d. 0., zu finden. JLG. Jahrbuch XIV, XV, XVI. 3) Diese sowie die übrigen Mitteilungen aus den Giessener Universit.itsakten verdanke ich Herrn Dr. Lehnert vom dortigen Universitätsarehiv. 4) Jüdische Merkwürdigkeiten, 6. Buch 23. Cap. § 22. 6) An diesem Tage gab er seine Dissertation in Druck. ״) Vielleicht Bingenheim, ein kleines Pfarrdorf in Oberhessen, Kreis Büdingen.

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