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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1928-01-01 · XIX. (1928) · page 122

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIX. (1928)
Date
1928-01-01
Page
– (sequence 122)
Language
German
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Ellbogen1) und Davidson überein. Wenn es ein Gebet wäre, wie es manche Alten2) und nach ihnen S. G. Stern3) und ganz besonders J. S. Bloch haben wollen, wie ist es erklärlich, dass alle irgendwie erdenklichen Ausdrücke, die etwa auf ein Gelübde oder einen Schwur hinweisen,4) peinlich genau aufgezählt werden, damit ein Zweifel über die Tragweite des gesprochenen Wortes ja nicht auf kommen könne? Das sieht doch gewiss wie eine unter allen Eautelen vor Gericht abgegebene Erklärung aus! Wenn z. B. die Bloch’sche Theorie haben will, K. N. sei entstanden als solenne Erklärung der unter den Westgoten in Spanien gewaltsam getauften Juden, die damit ihren unter Zwang geleisteten Eid für null und nichtig erklären wollten — haben sie denn ihren Taufeid mit all diesen gesucht fremdartigen Ausdrücken geleistet? Wie kommt es ferner, dass dieses angebliche Gebet eine Sonderstellung erhielt und nicht in die Reihe der am Jom Kippur so reichhaltigen Liturgie eingefügt wurde? Auch die aramäische Sprache, die doch wohl die ursprüngliche Sprache des K. N. ist,5) ist nicht geeignet, dieses Stück als regelrechtes Gebet erscheinen zu lassen, sie ist ף Der j. Gottesdienst in seiner geschichtl. Entwicklung S. 1531 *) Siehe z. B. die נוסחא des Hai Gaon in שבלי הלקט ed. Buber No. 317 p. 295; (doch ist die Stelle interpoliert, s. weiter u.). Dieser Hai ist der bekannte ״Gaon“ Hai, d. i. ben Scherira; er bejaht K. N. Ein anderer Hai, ben Nachschon (s. auch Zunz, Ritus p. 189), negiert K. N., und der wird von den פוסקים Oft gebracht, nicht selten bloss mit dem Namen ״Hai“; s. RGA ישערי תשובה Livorno 1869, No. 38 und 143 und die Ausführungen des Kommentars ארי חים dazu. Noch mehr betont den סליחה וכפרה Charakter des K. N. Rabbi Benjamin Anaw (8. über ihn Vögelst ei n-Rieg er, Gesch. d. J. in Rom, I, 379 f.), dessen Worte von seinem Bruder, R. Zidkia, in שבלי הלקט a. 0. angeführt werden. Vgl. Zunz, Gottesd. Vortr. S. 390. a) In einem (nicht deutlich mit seinem Namen gezeichneten) Artikel in W. Warnbeim, □יקבוצת הבטי Wien 1861, S. 99—103; die Schlussworte lauten: אין כאן נדר אין כאן שבועה רק בקשת מחילה וכפרה מאלקי הרחמים והסליחות 4) Der נוסח אשכנז hat 7, Hai Gaon a. 0. 5 Ausdrücke; der נוסח תימן> den A. Kob nt (in seinem Manzur al־Dhamari, New York 1892) p. XXXV n. 1 mitteilt, bat auch יקומי וקונחי was hei uns nicht vorkommt. Diese und ahnliehe Lesarten s. bei W. Heiden heim in seinem Komm, zu K. N. (s. weiter unten). Vgl. auch L. Simsowitz in Jeschurun XIII, hebr. Teil, S. 25ff. י) Von <\eu hebräischen Fassungen sprechen wir w. unten; diese sind wohl für die gelehrten Kreise bestimmt gewesen, während für das Volk aramäisch besser geeignet schien.

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