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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1928-01-01 · XIX. (1928) · page 115

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIX. (1928)
Date
1928-01-01
Page
– (sequence 115)
Language
German
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IRI
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79 eine sichtlich später hinzugekommene Zwischenmauer, eben die des Nachbarhauses, unterbrochen wird. Daraus ergibt sich, dass die beiden Kellerräume der genannten Häuser einmal einen einzigen Raum bildeten und also die einstige Synagoge mit jetzigen zwei Kellern der beiden in Rede stehenden Häuser identisch ist. Was im Sinne der Zuschrift in Bd. I korrigiert werden mnss, ist die gleichzeitige Identifizierung dieser Synagoge mit dem bei Göcking angeführten einstigen Freysauffschen Hause.1 2) Göcking hat da die alte Synagoge in der Judengasse, die im Gebäude des heutigen Gasthauses ״zur Hölle“ sich darstellt8) im Auge gehabt. Das Freysauff von Neudeck’sche Haus ist mit dem heutigen Hanse Wagplatz Nr. 2 identisch,3) und dürften die ״Reste“ der Synagoge, die Göcking gesehen haben will, bis an dieses von einer Seite am Rande der Judengasse befindliche Nachbarhaus gereicht haben. Auch hinsichtlich des alten jüdischen Friedhofes ist noch manches nachzutragen. Nach Böhler4) befand er sich nicht, wie aus Zillner und Widmann5) hervorgeht, ״in der Nähe“ des Mönchsteinturmes, sondern ״das sogenannte Conviktschlößchen (gleich Professorschlößchen bei Zillner6 7)) mit dem Mönehstein d. i. das Observatorium oder der mathematische Turm der alten Universität, befand sich selbst an der Stelle des alten Judenfriedhofes. “ In einem Kaufbriefe vom Jahre 1654ד) wird das dort gelegene Grundstück der ״Judenfreythof“ genannt. Im Gegensatz zu Peter,*) der von einer mit negativem Erfolg vorgenommenen Grabung im Jahre 1901 berichtet, sei auch die Notiz Hübners9) erwähnt, wonach ״man beim Umbau des Mönchsteins zirka 1770 zahlreiche menschliehe Gebeine fand.“ Offenbar hing das erstere negative Resultat der Grabung damit zusammen, dass man im Jahre 1901 nicht an ף Bd. I 147. 2) ebenda 112. 8) Zillner, 346. *) Buhler, 114—115. ף Bd. I 110. 6) Zillner, 52, vgl. Bd. I 110. 7) Bühler, 114-115. 8) Peter, Mitt. d. G. f. S. Ldsk. 1901 S. 231, siehe Bd. I 110. 9) Hübner, I 471.

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