Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIX. (1928)
- Date
- 1928-01-01
- Page
- – (sequence 116)
- Language
- German
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80 der Stelle des Mönchsteins selbst, sondern in der Nähe der dort fälschlich vermuteten Stätte des alten Judenfriedhofes grub. Bei dieser Gelegenheit sei auch hinsichtlich der Lesung der Pettauer und Friesacher jüdischen Grabsteine1) das Nachfolgende bemerkt: Bei Grabstein des David Sohn Mosches (S. 74 Anm. 22) ist im hebräischen Text, wie in der Anmerkung richtig angegeben, Montag, zwanzig Tage im Monate Kislew zu lesen, da der zwanzigste Eislew des Jahres 5104 ein Montag war. Die Berichtigung auf Sonntag (I S. 259) fällt weg, und muss die Textierung bei Baumgarten, von dem sie übernommen wurde,2) auf einer fehlerhaften Lesung beruhen. Bei dem Grabstein Schalem Truts3) (I 75, 76) handelt es sich um 20. Elul statt 2. Elul, da der 20. und nicht der 2. Elul des Jahres 5109 auf Freitag fiel. Was das Grabstein- Fragment vom Jahre 1240 betrifft.4) wird vielleicht לירח כסלו statt לי״ד כסלי zu lesen sein, also ״im Monate Kislew . . . . u Beim Grabstein Sarahs der Tochter Isaks (I 76 Nr. 4) dürfte es ursprünglich כ״א אדר, einundzwanzig Tage im Adar, und nicht כ, zwanzig, geheissen haben, da der 20. Adar 5118 auf Donnerstag fiel, in der Grabschrift aber deutlich lesbar יום ף also Freitag erscheint. Das א׳ dürfte eben ein Opfer der Steinverwitterung geworden sein. Zum Stein-Fragment von Fasttag Ester des Jahres 5132 (I 76 Nr. 1) kommt noch die Anmerkung hinzu, dass dieser Tag auf Mittwoch fiel, infolgedessen am Anfang vielleicht יום ד לשבת zu lesen ist.5) ף Bd. I 74—76. 2) VgL Bd. I 74. •) ebenda 75. Loewenstein (vgL Anmerk. 20) meint, es könnte vielleicht טריטש (Tritsch) zu lesen sein, ein Familienname, der in Prag und anderswo eher vorkommt. Das nachfolgende ש# bisher zum Worte ׳3 נקברIso שנקבר gelesen, kann tatsächlich ganz gut zum vorhergehenden Worte gehören, demnach: . ♦ ♦ טריטש נקבר. Die Vermutung Grunwalds (״Neue Fr. Presse 17744 v. 18. I. 1914“), Treves Dreifuss zu lesen, scheint aus diesem Grunde nicht sehr einleuchtend. Auch wurde Treves Trier hebräisch טריוש geschrieben. ף Bd. I 75 Anmerk. 25 No. 2. *) Diese Berichtigungen zur Lesung der Pettauer und Friesacher Grabsteine sind aut die diesbezügliche Anregung Loewensteins in seiner Recens. des ersten Bandes d. G. d. J. i. Salzburg (Z. f. h. B. Frankt. a. M. 1913 Nr. 3 3. 76) zurackzuführen.