Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIX. (1928)
- Date
- 1928-01-01
- Page
- – (sequence 108)
- Language
- German
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72 eine der Vertreibungen der Juden aus Salzburg auf die mittelalterliche Judenheit hervorgerufen haben muss. Artikel Nr. 2: Jizchak von Salzburg, ein angesehener alt-salzburgischer Jude, jüdische Zeitmerkmale. An jüdischen Persönlichkeiten der Stellung, den Werken oder auch nur dem Namen nach ist die Geschichte der Juden im alten Salzburg arm. Die bisherige Forschung des Verfassers hat nur vereinzelt solche zu Tage fördern können.1) Jede Neuentdeckung nach dieser Eichtung hin bedeutet daher eine wertvolle Bereicherung. Eine solche bietet die Eesponse des Kabbi Israel Isserlein (1400—1460) in seinem Werke ספר תרומת הדשן עם פסקם בשנת רשלח בפיורדא) וכתבים) Nr. 39. Es handelt sich daselbst um einen gewissen Eeb Jizchak von Salzburg, einen Mann ״von klangvollem Namen“, mit einer über viele Provinzen sich erstrekkehden weitverzweigten Verwandschaft.2) Das Gutachten beschäftigt sich mit dem eherechtlichen Fall einer Frau Namens ״Khuz“3), die in erster Ehe die Gattin des in Eede stehenden Jizchak von Salzburg gewesen. Jizchak verliess nämlich eines Tages sein Weib, nachdem er ihr zuvor, nach damaligem in der Unsicherheit der Verhältnisse begründeten Brauche einen גט על תנאי (einen י) Vgl. Bd. I 110, 112, 116—117ff., 231-237, vgl. weiter Nr. 6: Salmon Salzburg, Rabbiner der Judengemeinde za Salzburg, ״magnus judäusu, ein hochgestellter Jude, ferner die Namen verschiedener Judenvorsteher u. die Jüdin Hanna. Ebenda S. 288 ist auch von David Bluma als Rabbiner von Salzburg die Rede. Wie jedoch Loewenstein in seiner Recension des ersten Bandes der vorliegenden Geschichte in der Z. f. H. B. (ed. von Freimann Frankfurt a. M.) Nr. 3 v. Mai 1913 S. 76 ausführt, beruht die auf Horowitz, Frankfarter Rabbiner gestützte Requirierung des Rabbiners Bluma für Salzburg auf einem Druckfehler des genannten Horowitz’schen Buches, da Bluma Rabbiner in Sulzburg (im Breisgau) war, nicht in Salzburg. *) Auch im R. G. A. von Rabbi Jakob Weil (1375—1455) Response Nr. 172 kommt der Name vor. s) Der Name kann kaum der Eigenname der Frau gewesen sein; er kommt bei Jüdinnen sonst nie vor. Vielleicht ist ״K’h’z“, Kohen Zedek gemeint, also die Frau des Rohen Zedek, eines Ahroniden.