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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1928-01-01 · XIX. (1928) · page 70

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIX. (1928)
Date
1928-01-01
Page
– (sequence 70)
Language
German
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34 dass ihm kein Unrecht geschehe und dann über das ganze Bericht zu erstatten. Infolge dieses Reskriptes wurden vier Kommissionen abgehalten (am 17., 25., 30. November und am 5. Dezember 1721); bei der ersten sollte Diodat beweisen, dass David Oppenheim von den Juden der ganzen Welt für einen König gehalten werde, bei der zweiten und dritten über die Einkünfte der hierosolymitanischen Kassa Auskunft geben, bei der vierten belegen, dass ihm Oppenheim das Geld nicht als Oberrabbiner oder Prager Jud, sondern als König von Jerusalem und Verwalter der hierosolymitanischen Kassa schulde. Besonders eingehend hat sich Diodat mit dem Königtum Oppenheims und seinen arrogirten Titeln beschäftigt. In den handschriftlichen Ergänzungen zu seinem Pamphlete bringt er Übersetzungen der Titulaturen, die Oppenheim von seinen Zeitgenossen gegeben werden, oft auch die als Überschriften seiner Approbationen.1) Diese Übersetzungen stammen zum Teil von P. Franciscus Baselbauer in Prag, zum Teil von Petrus Paulus Christianus in Wien, auch eine Bestätigung des erzbischöflichen Konsistoriums ist dabei, dass das in Prag 1709 gedruckte Buch Minchas Eliae von Oppenheimer approbiert, also mit seinem Wissen und Willen gedruckt worden sei, jedoch ohne Bewilligung des Konsistoriums. Von ungebürlichen Titulaturen bei Approbationen werden die Approbationen folgender Bücher angeführt: Minchas Eliae, Prag 1709; Reschis Bikurim, Frankfurt 1708; Derech Chajim, Sulzbach 1703; Schechitos ubedikos, Prag 1703; Bes lechem Jehuda; Oruch hakozer, Prag 1704; Mahadura Basra schel Awoda Bore, Sulzbach 1707; Tow Roi, Frankfurt 1702; Vergebungsgebete auf Befehl Oppenheims gedruckt, Prag 1713. Als besonders gravierend wird hervorgehoben, dass Oppenheim in einem Briefe nach Jerusalem per suam sanetitatem, bei seiner Heiligkeit schwört, eine Blasphemie ohnegleichen. Es werden Briefe zitiert, in denen ״der geschworenen Juden Falschheit überwunden“ nach Haselb^uers Übersetzung Oppenheim so tituliert wird: ״Die Klugkeit ist ihm gegeben, ein grosser Herr, ein starker Herr, durch seinen Mund geht es gerechtfertigt... Herr Herr David Oppenheim ein gerechter נ) Ich führe die hebräischen Titel in der Schreibweise der Akten an; ich halte es in diesem Zusammenhänge auch für unangebracht, für die einzelnen Titel und Redewendungen die biblische Phraseologie nachzuweisen oder auf das Läppische mancher Übersetzung hinzuweisen.

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