Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIX. (1928)
- Date
- 1928-01-01
- Page
- – (sequence 71)
- Language
- German
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35 Mann, der König David soll leben ewig... seine Tage sollen ihm verlängert werden, auch sein Königreich ihm und seinen Kindern...w ״Und dieses ist der Auszug und Inhalt eines von 16 Rabbinern unterschriebenen Briefs, übrigens ob nun zwar wohl die weitsehichtig und verdrehte jüdische Redensarten sehr curios, so muss man doch solche um der beliebten Kürze vorbey sehen und nur die hoch übersteigende Titulaturen in ihren eigentlichen Terminis und zwar ohne Connexion berühren, welcherlei sich in Briefen Selbsten befinden: Gott soll erreichen die Ehre unseres Herrn... Deswegen kommen wir zu unserem Herrn, dem gelehrten Rabbiner... Er ist unser Vater und unser König, die Cron von unserem Kopf, ein göttlicher Fürst zwischen uns, deswegen auch kommen wir und anheben zu betten sein heiliges Angesicht etc.... Er ist der Engel, der Uns hat pflegen zu erlösen, er ist der gute Vor Engel... Er soll erwecken die Herzen von unseren Brüdern, die da sind überall so weit als erreichet sein Königreich und seine Gerechtigkeit mit starkem Gebot und Begehren. Er soll uns die Antwort zu wissen tun mit heil. Reden... und das wenige stückl Tempi und der Hoff und der Pallast, das wird überantwortet werden dem unwürdigen Feund und sie werden können unwürdigen Glauben darin thuen, behüte Gott, das könnten wir hernach sein Lebtag nicht wiederumb haben etc. Heilige Gemeinschafft zu Prag... so betten wir zu unserem königlichen Vatter... die in den Städten seind, die unter des Königs sein Recht sitzen... der da bettet vor des Königs langes Leben.“ Auch ein Attestat eines Prager Juden, datiert Prag den 15. März 1722, beglaubigt Wien den 21. October 1722 ist vorhanden. Der Name des ausstellenden Juden war nur in der Unter- Schrift enthalten, nur hebräisch, darum wurde er in der beglaubigten Übersetzung weggelassen. Es wird darin bezeugt, dass David Oppenheim von den in Böhmen, Mähren, Schlesien wohnenden Juden gleich dem Hohepriester Aron und seinen Nachfolgern geachtet wird, auch als Nosi Fürst zu Jerusalem, wie aus vielen Drucken zu Frankfurt, Sulzbach und Prag hervorgeht. Die in Übersetzung am anmasslichsten und überhebendsten lautenden Titulaturen aus dem Buche Tow Roi und einem Briefe aus Jerusalem an Oppenheim, die seinen Zwecken am dienlichsten scheinen, schreibt Diodat als Legende unter ein Blatt, auf dem 3