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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1928-01-01 · XIX. (1928) · page 47

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIX. (1928)
Date
1928-01-01
Page
– (sequence 47)
Language
German
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ii WoUe, besonders auch seine Vaterstadt Worms, wo seit kurzem die jüdische Gemeinde wieder in gesicherten Verhältnissen lebe; dann wolle er seinen Schwiegervater in Hannover besuchen und mit ihm die Sache besprechen, denn er habe ihm versprochen ohne seine Einwilligung keine andere Stellung anzutreten, dort werde er auch mit den עיקורי מדינות אשכנז, mit den bedeutendsten Männern der Judenheit der deutschen Länder Zusammenkommen, seinen überallhin zerstreuten Verwandten, deren er sich rühme, und ihren Rat einholen. 1702 wird ihm das Landesrabbinat seiner Heimat, der Kurpfalz angetragen, aber erst die Berufung der bedeutendsten Gemeinde der damaligen Judenheit, Prags vermag ihn zu veranlassen, seine liebgewordene Wirksamkeit in Nikolsburg aulzugeben. Am 24. Ab (18. August) 1702 überbringen ihm die Prager Rabbinatsassessoren R. Simcha und R. Liebermann den Rabbinatsbrief. Wie sehr R. David Oppenheim an Nikolsburg hing, beweist, dass er lange nach seinem Wegzuge im Jahre 1726 mit Beihilfe anderer Wohltäter in der Nikolsburger Judenstadt eine Reihe von Gebäuden und den Platz, wo die jüdischen Schlachtbänke waren, erkaufte und bestimmte, dass der Ertrag daraus zum Unterhalt und Unterricht armer Kinder sowie zur Unterstützung von 18 armen Leuten verwendet werden solle, die täglich morgens und abends ״in der Schul die Psalmeu Davids abbetenAuch das Bethhamidrascbgebäude, das bis io die jüngste Zeit die Pflegestätte des Thorastudiums in Nikolsburg war, ist seine Stiftung.1) 11. David Oppenheim in Prag. Das Prager Rabbinat hat Oppenheim erst Ende 1703 angetreten; denn am 29. Ijar (15. Mai) 1703 approbiert er das Buch דרשות אבק סופרים noch als Nikolsburger Rabbiner, ebenso am 8. Kislew (16. November) 1703 in; Wien, Jakob Chagis הלכות קמנות. In Prag fand er in reichem Masse, was er schon bisher als das höchste Ziel seines Lebens angesehen, gelehrte Mitstrebende und eine grosse x) Nikolsburg bewahrt Oppenheim noch heute eine dankbare Erinnerung. Der von ihm erkaufte Gebäudekomplex trägt den Namen ״Oppenheimplatz* und im Gedenkbuche der Volksschule, von welcher ein Trakt zu jenem Gebäudekomplex gehört, wird sein Name und Sterbetag an erster Stelle genannt• Löwenstein a. a. 0. S. 4.

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