Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVIII. (1927)
- Date
- 1927-01-01
- Page
- – (sequence 430)
- Language
- German
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Anzeigen. Armand Kaminka. Le prophete IsaYe. Paris t925% Paul Geuthner. S. 80. Extrait de la Revue des Etudes Juives. Von grossem Interesse ist an dieser Studie Kaminka’s sein Beweis für die Einheit des Buches des Propheten Jesaia. Man wird uns für deu Hinweis auf diese geistvolle und überzeugende Beweisführung dankbar sein. Der Autor bestreitet die immer wiederkehrende Behauptung, dass dem Propheten Jesaia die Kapitel 40—66 seines Buches abzusprechen seien, und dass man diese als das Werk eines unbekannten Propheten, frühestens aus der Zeit des babylonischen Exils, anzusehen habe. Gleichfalls wendet er sich gegen diejenigen, welche eine Anzahl weiterer Kapitel, wie 36—39, einem dritten Jesaia zuschreiben. Damit niemand religiöse Gebundenheit als Motiv seines Vorgehens ansehe, greift er kühn zu und sucht plausibel zu machen, dass der Name ״Koresch“ an beiden Stellen Kap. 44 und 45 zu eleminieren sei. Bekanntlich gab die Nennung des Perserkönigs Korescb den ersten Anstoss zu der Theorie eines Deuterojesaias. Kaminka hätte diesen Beweis der Objektivität nicht nötig gehabt, eine genügende Zahl seiner Ausführungen zeigt, dass diesem Verteidiger der Einheit des Buches Jesaia der sechste Glaubensartikel des Maimonides nicht die Feder geführt bat. Auch denjenigen, welche auf die Scheinbeweise für die Zerreissung biblischer Bücher nie hörten, wird es nicht unwillkommen sein, zu verfolgen, wie Kaminka das Unsinnige der Annahme nacbweist, dass gegen Ende oder kurz nach dem babylonischen Exil ein Prophet aufgetreten sei, der an Sprachgewalt dem Jesaia ebenbürtig, und dass dessenungeachtet der Name dieses grossen Mannes der Vergessenheit anheimgefallen sei. Hier sei darauf bingewiesen, dass der Verfasser mit gleicher Schärfe sieb gegen die Annahme nachexilischer Psalmen wendet Von 25*