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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1927-01-01 · XVIII. (1927) · page 415

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVIII. (1927)
Date
1927-01-01
Page
– (sequence 415)
Language
German
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372 sonst einem Beteiligten rächen würden. Es wurden damals1) drei Urkunden ausgestellt. Zunächst eine Urfehde-Erklärung 2) der Familienangehörigen der 17 im Kerker befindlichen Juden, deren Vermögen weiter beschlagnahmt blieb: Wir die hernach geschriben Juden und Jüdin mit namen Prewndlein Mosse von Gmund hawsfraw, Abraham ir sun, Schöndl Abrahams von Kiczing hawsfraw, Rehei ir tochter, Teyla des Hirsen Juden hawsfraw, Lea Mair Schalmans hawsfraw, Ffrumund Mair Helers tochter, Thobrahas Symon von Wurms hawsfraw, Schön des Eberleins von Werd hawsfraw, Bela Mosse Fleischhackers hawsfraw, Gattlein Sayda Strawbingers hawsfraw, Guttrat Ysaac des jungen Strawbingers hawsfraw, Beiein des Josue, den man nentt Leser, hawsfraw, Adel des Jösl Juden hawsfraw, Mergam des Davitz im spital hawsfraw, Henndl Abraham Helers hawsfraw, Gnendl des Ansais hawsfraw, Bess des Suessleins hawsfraw und Hannses Smohels Kalbskopfs hawsfraw, yeczund all wonhaft zu Regenspurg, bekennen und veriehen samentlich und sunderlich offennlich für uns, aUe unser erben, weiber und nachkomen und thun kundt allermäniglich mit dem offen brief: Als wir obgeschriben Juden und Jüdin von wegen ettlicher Jaden umb ir Verhandlung, die sy getan sullen haben, in der fursichtigen, ersamen und weysen camrer und rate der stat Begenspurg väncknuss ligend, in des darchieuchtigen, hochgeboren fürsten und herren hern Ludwigen pfallengraven bei Beine, hertzoge in Nidern und Obern Bayern, unsers gnädigen herren, und der obgemelten unnser lieben herren camrer und rate der obgenanten stat Verhütung mit unsern leyben und guten körnen sein, des wir dann den vennelten unnseren gnädigen herren untertäniglich danck sagen, wann uns solich verhuetung mengerlay ursach halben unsern leyben und gueten zu guet gescheinen ist und uns nu zue guet sölich berurte verhuetung gegen unsern leyben ungevärlich abgestelt haben, das wir alle samentlich und yeds besonder solicher verhuetung, aiich aller ander Sachen halben, sich daruntter begeben, nichtz ausgenomen noch hindan geseczt, gein dem obgenanten unserm gnädigen herren hertzog Ludwigen etc., auch gein dem durchleuchtigen, hochgebornen forsten and herren hern Jörgen pf allen czgraven bey Rein, hertzoge in Nidern l) Später erfolgten noch Urfehdeurkunden seitens einiger Regensburger Juden, die sich bei Beginn der Verhütung auswärts befanden, deren Angehörigen und Vermögen aber eingeschlossen worden waren. Am 10. September schwuren ״Feyss des grossen Eberleins sune“ und ״Menndel der Jacobin Jüdin aidem* für ihre weyber und kind Urfehde, am 5. Oktober ״Joseph von Kelhaym“, am 30. April 1477 ״Leb Ganss und Haym Ganss gebruder“ für Hayms weip und kind. Für Feyss (Fewsch des Eberlen sun) und Mendel (der Jacob Werdern aiden) hatte sich, um ihr Vermögen frei zu bekommen, bereits im April 1476 der böhmische Oberhauptmann Sdenko von Sternberg ohne Erfolg beim Rat verwendet; am 30. April antwortete dieser, er könne in der Sache ohne den Herzog nichts tun. *) Qr. membr. c. 4 sig. pend, . (

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