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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1927-01-01 · XVIII. (1927) · page 416

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVIII. (1927)
Date
1927-01-01
Page
– (sequence 416)
Language
German
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IRI
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und Obern Bayern, seiner genaden sune, iren gnaden landen und lewten, daran gein unserm gnädigen herren dem bischove zu Regenspurg, seiner gnaden stift und auch gein den obgenanten unsern gnädigen herren, ainem rate der stat Regenspurg, allen iren bürgern und einwonern und die in zu versprechen sten und sunst gen allermäniglichen, daruntter verwont und verdacht, hinfnro ewiglichen in argem nymmermee anden, rechen noch äfern sullen noch wehen, weder mit Worten noch mit wercken, auch weder mit recht noch on recht, haymlich oder offenlich, in kainerlay weiss noch wege, alle arglist und gevärde in dem allen gänczlichen aussgeschiden, getrewlichen on alles gevärde. Und das wir dem allem also nachkomen, stat halten, thun und volfhrn wellen, so haben wir uns aller gesecze und besunder des äalmatz, auch aller ander hehelff, der wir uns dawider gebrauchen möchten, gänezlich veitzigen und alle samentlich und yed besunder des unser trewe geben und darauf einen jüdischen aide in disem brief und in herr Moyses puech auf dy zehen gepot gesworn und darzu auch nach unser Judischait gewonhait an den mantl gerurt. Und des alles zu gueter urkunde geben wir in den brieve mit der edln gestrengen und vesten herren HannsenFrawnberger vom Hage zuPrnn ritter, herren Hannsen vom Degenberg des eitern ritter, Hannsen von Naspergk erbmarschalck zn Nidern Bairn und Erhärten von Murach zu Fluglsperg insigln, die sy von unserr vleissigen pet wegen zu getzeugknuse aller vorgeschoben Sachen offenlich versiglt an disen brief gehangen haben, doch yn allen, iren erben und innsigln on schaden, daruntter wir uns samentlich und sunderlich innhalt ditz brief s ewiglichen in vorberurter weiss stät zu halten bekennt liehen verpindten. Das alles ist geschehen und diser brief geben an sambstag nach unser lieben frauen tag irer himelfart nach Cristi unsers hero gepurt viertzehenhundert und im sechsuadsibentzigisten jaren. Eine gleiche Erklärung1) mussten die übrigen Bewohner des Juden Viertels abgeben, nur heisst es hier nach der Danksagung: ״uud uns nw zu guet sollich berurte Verhütung gegen unsren leiben und gueten abgestelt haben.“ Sie wurden also nicht nur mit ihren Personen, sondern auch mit ihrem Vermögen frei. Die dritte Urkunde enthält eine Verpflichtung beider Gruppen, die dem Rate durch die Verhütung entstandenen Kosten mit 106 Pfd. 8 Schill. 24 Pfg. bis Martini des Jahres zu ersetzen; erfolgt bis dahin nicht die Zahlung, so ist von Martini ab Schaden zu bezahlen d. h. die Summe zu verzinsen. Hier sind die Namen aller bisher im Judenviertel eingesperrten Juden und Jüdinnen aufgezählt, zuerst die Namen der in der ersten Urkunde Genannten, sodann die Namen der zweiten Urkunde. Ich lasse hier alle Namen in der Ortho-־ ף Gr. membr. c. 4 sig. pend. Abschrift im Regensburger Sammelband, Reichsstadt Regensbnrg Litteralien Nr. 33, f. 231—232.

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