Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1927-01-01 · XVIII. (1927) · page 397

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVIII. (1927)
Date
1927-01-01
Page
– (sequence 397)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
93% known words query
IRI
…/3486266-3486305--7202-3493578
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

354 Toraasgeschickt, dass der Durchmesser des Vollmondes ungefähr 31 Bogenminuten beträgt und die Helligkeit durch Sterngrössen ausgedrückt wird. Man unterscheidet zwischen den sehr hellen Sternen am Himmel (z. B. Vega in der Leier) und den für das blosse Auge an der unteren Grenze der Sichtbarkeit erkennbaren im ganzen sechs Sternklassen, gezählt von 0 bis 6, derart, dass Vega zur Oten Klasse gehört. Sterne, die heller als Oter Grösse sind, erhalten das Zeichen —, so dass z. B. dem hellsten Sternen am Himmel, Sirius, die Zahl —1.6, dem Vollmond —11.8 entspricht. Zu berücksichtigen ist noch, dass je tiefer die Sterne am Horizont stehen, desto geringer ihre Leuchtkraft auf das Auge wirkt, weil der von ihnen ausgehende Lichtstrahl dann einen längeren Weg durch die lichtabsorbierende Atmosphäre zu durchlaufen hat. Diese sogen. Extinktion muss für de» untergehenden Mond auf ca. 3 Grössenklassen eingeschätzt werden. Die folgende Gegenüberstellung gibt ein Bild von dem Zusammenhang des Mondalters und seiner Helligkeit: Mondalter Sicbelbreite Helligkeit 27.6 Standen ׳3.9 —3.3 25.8 3.6 —3.1 23.6 3.3 —2.9 21.7 3.0 -2.7 ״ 19.7 2.8 —2.4 ״ 17.7 2.5 —2.2 15.7 2.2 —2.0 Nun handelt es sich darum, durch Beobachtungen festzustellen, welcher Grad von Dunkelheit bereits herrschen muss, damit Objekte von der Grösse —2 bis —3 am Westhimmel zu erkennen sind. Da Dunkelheit ja nicht anders zu definieren ist, als durch die seit dem Untergang der Sonne verflossene Zeit oder durch ihre Tiefe unter dem Horizont, so kann durch solche Experimente konstatiert werden, welche Depression der Sonne erforderlich ist, damit die Mondsichel von einer . bestimmten Breite wahrgenommen werden kann* Diese Sichelbreite ist aber nichts anderes als die mit anderen Worten umschriebene Elongation des Mondes, und so haben wir die bereits S. 838 formulierte Aufgabe vor uns. Wie bereits erwähnt, liegen moderne Beobachtungen solcher Phänomene kaum vor. Die älteren von Wurm (1805) und von Weiler

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.