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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1927-01-01 · XVIII. (1927) · page 386

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVIII. (1927)
Date
1927-01-01
Page
– (sequence 386)
Language
German
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'm m. E. die, wenn auch nur um äusserst ge ringe Beträge verfälschten Werte doch zu einem falschen Resultat führen. Überdies berück« sichtigt M. beim Mond ohnehin nnr die grossen Korrektionen. Von den geringeren wusste man im 12. Jahrhundert nichts; im Laufe der Jahrhunderte wachsen auch sie zu einer beträchtlichen Grosse an, die nicht mehr vernachlässigt werden dürfen. Sodann bedarf einer Erklärung, warum M. in (XIII, 4) ein Beispiel für die Berechnung der äonnenlänge gibt, die er späterhin gar nicht verwertet. Ein ausführliches Beispiel für die Berechnung der Sichtbarkeit ist ja in (XVII) gegeben und umfasst natürlich auch die wahre Sonnenlänge. M. führt ferner in XVII 4 an, dass bei einer Mondlänge 270° bis 90° die Elongation zwischen 9* und 15° eine Diskussion erfordert, die späterhin in XVII, 16—21 erfolgt. Palls aber die wahre Länge des Neumondes zwischen 90° und 270® liegt, dann sind die Grenzen der Elongation 10° und 24°; zwischen diesen beiden Zahlen ist wieder eine Untersuchung betr. der Sichtbarkeit vorzunehmen. Diese Prüfung suchen wir aber in den späteren Kapiteln vergeblich. Eine Erklärung für diese Unterlassung habe ich nirgends gefunden. Der Grund dafür, dass zwischen den beiden Positionen des Mondes ein Unterschied in den Grenzen der Sichtbarkeit gemacht wird, kann nur darin liegen, dass im ersten Fall die Sonne sich in einem auf steigenden, im zweiten sich in dem absteigenden Teile der Ekliptik befindet. Damit sind aber nur die Grenzen 10° und 24° selbst begründet, nicht aber der Mangel einer der Tabelle XIV ähnlichen Zusammenstellung. Der Vollständigkeit halber sei auch erwähnt, dass die Werte der Parallaxe (Tab. XI) nicht stimmen mit den Werten, wie sie in den Werken zeitgenössischer Astronomen veröffentlicht sind; vermutlich hat M. eine uns unbekannte Quelle benutzt. Auffallend ist feiner, dass M. nirgends die Strahlenbreehuug (Refraktion) in betracht zieht. Befindet sich ein Gestirn tief im Horizont, so darf ihr Einfluss nicht vernachlässigt werden; er beträgt in der Höhe von 2° gegen 18 Bogenminuten, d. h. um diese Zahl erscheint uns der Stern höher, als es der Wirklichkeit entspricht. Von dem arabischen Astronomen Alhazer (Abu Ali Hassan) ist historisch naebgewiesen, dass er diese Fehlerquelle gekannt hat. Da M. gegen 1&0 Jahre später gelebt hat, ist anzunehmen, dass

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