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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1927-01-01 · XVIII. (1927) · page 380

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVIII. (1927)
Date
1927-01-01
Page
– (sequence 380)
Language
German
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337 kommt also darauf an, für den ersten und zuweilen auch für den zweiten Abend nach der Konjunktion zu berechneu 1) den Abstand des Mondes von der Sonne in Länge, weil davon die Breite der Mondsichel abhängt und 2) wie tief die Sonne kurz vor Monduntergang steht, weil hierdurch die Dunkelheit bestimmt wird, ln je höherem Maße die eine Bedingung erfüllt ist, desto geringere Bedeutung wird die andere haben. ln solchen Gegenden, wo alle Gestirne stets last senkreeht zum Horizont ihren täglichen Umlauf vollziehen, — das ist in den äquatorialen Gegenden der Fall, wird die Sonne 30 Minuten nach Untergang schon 7% Grad unter dem Horizont stehen. Die Sichtbarkeit einer hellen Kreislinie am Mondrande wird dann unbestritten sein, ln mehr nördlichen und südlichen geographischen Breiten wird die Sonne eine halbe Stunde nach ihrem Untergange erst wenige Grade Tiefe erreicht haben. In Palästina, das zwischen den geographischen nördlichen Breiten 31° und 33° liegt, wird die Sonne im Frühjahr und Herbst ungefähr 20 Minuten nach Untergang bis vier Grad unter den Horizont gesunken sein, und es wird schon eine ziemlich breite Mondsichel erforderlich sein, um dem blossen Auge aufzufallen. Nehmen wir nun an, dass man nach Westen hin einen ziemlich freien Ausblick hat, den Mond also auch kurz vor - seinem Untergänge, also etwa noch in 2 Grad Höhe sehen kann, so würde am Äquator die Höhendifferenz der beiden Gestirne 2° 7 ־1־y2° 9% Grad betragen, im andern Falle rund 6*. Dieser Unterschied in der Höhe wird vom Rambam Bogen der Sichtbarkeit קשת הראיה genannt; er ist abhängig von רחב המדינה, der geographischen Breite des Orts. Der קשת הראיה wird zwischen gewissen Grenzen schwanken dürfen, wenn gleichzeitig auch die Distanz Sonne-Mond oder nach Rambam die erste Länge variiert. Zweck und Ziel der ganzen Rechnung ist es, das Verhältnis zwischen diesen beiden Grössen zu linden, bei dem die Sichtbarkeit möglich ist. In XVII, 15ff. ist diese Regel für die mittlere geographische Breite von Palästina d. i. 32 Grad, gegeben. XVIII und XIX enthalten neben leicht verstündlichen Bemerkungen noch die Berechnung des Azimuts und der Deklination der Sichel, während XI bis XVII nur das Jafarbuak <Ur J. L. G. XVIII. 23

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