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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1927-01-01 · XVIII. (1927) · page 341

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVIII. (1927)
Date
1927-01-01
Page
– (sequence 341)
Language
German
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298 Stande von Amsterdam über das Vorgehen der Amsterdamer Verleger, aber ohne jeden Erfolg. Beide verwiesen auf die erwähnte alte Amsterdamer Tekanah. Besonders schroff lautete die ablehnende Antwort des Gemeindevorstehers Sachar ßeutling: ״Hier wird niemanden verwehrt, zu drucken, was er will.1) Diese schroffe Antwort des Amsterdamer Vorstandes leitete einen heftigen Kampf ein, der nicht nur von den zwei grössten Druckereien des 17. Jahrhunderts, sondern auch von den Vorständen and Rabbinaten der Grossgemeinden Amsterdam und Fürth — letztere machte die Sache der Sulzbacher Druckerei zu ihrer eigenen — mit den schärfsten Mitteln geführt wurde. Als die Amsterdamer Drucker im Jahre 1754, diesmal waren es Herz ßofe und dessen Schwiegersohn Koscbmann, die vor der Sulzbacher Druckerei edierte Mischna mit den Erklärungen des Obadja di Bertinore und Tosephoth Jaum tauw v. R. Lipmann Heller nachdrucken liessen und der Approbationen vieler Rabbiner nicht achteten und dann bei dem Fürther Rabbiner David Strauss sich wieder: mit dem Hinweis auf die Amsterdamer Tekanah entschuldigten,2) begann Salman}7 (Meschullam) Frankel, (ein Enkel des Wiener Predigers und Mitgliedes des letzten Wiener Rabbinates unter R. Gerson Ulif) der damalige Besitzer der Sulzbacher Druckerei, im Jahre 1755 mit dem Drucke des Talmuds, der z. T. vorher im Jahre 1750 in Amsterdam gedruckt worden war. Er wollte mit der Drucklegung des Talmuds gleiches mit gleichem vergelten. Der Amsterdamer Ausgabe waren Approbationen mit Nachdrucksverboten von den ersten rabbinischen Autoritäten auf 25 Jahre erteilt worden, u. a. von den Vorstehern und Beglaubten der vier Länder, der Rabbiner von Amsterdam, Sensberg, Posen, KremnitZj Ostrog, Dubno, Venedig, Livorno, Tiberias, Hannover, Metz, Haag.3) Die Konkurrenz der Sulzbacher Talmudausgabe war umso gefährlicher, als sie sich um l) "כאן ווערט קיינם ניקש פרווערזרט אונד מאג ורוקן רואן ער ווילל., Vgl. Weinberg, ebendas. S. 56 ff. s) Weinberg, Die hebr. Drucke in Sulzbach im Jhrb. der jüd.־lit. Ges. Band I, 60. s) Ebendas. S. 67; über die Abstammung des Druckereibesitzers Frankel ebenda», s. 197: ומזרע ראהרן קאתינא מכנן של קדושים נכד הגאון מה״ור״ר ליפמן דרשן ז״צ״ל מווינא.

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