Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVIII. (1927)
- Date
- 1927-01-01
- Page
- – (sequence 340)
- Language
- German
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297 Ausnahmestellung eingenommen. Gleich dev Bibel galt er als heiliges Buch, dessen Inhalt bekannt war und keiner Approbation bedarf, wie noch der Herausgeber des אבן בוחן im Jahre 1700 meinte.ו) Eine merkwürdige, nicht ganz klare Stellung zu dieser Frage nahm Rabbinat und Vorstand der Amsterdamer Gemeinde ein. Im Jahre 5479 (1719) wurde von dem deutschen und portugiesischen Rabbinate gemeinsam beschlossen und zu Protokoll genommen, dass auf alte Werke keine Approbationen mit Verbot des Nachdrucke« erteilt werden sollen und solche, falls sie von irgend einem Rabbinate erteilt würden, von den Druckern auch nicht respektiert werden müssten. In Amsterdam selbst scheute sich der Drucker Herz Rofe nicht, im Jahr 5496 (1736) ein Festgebetbuch 2 Jahre, nachdem dasselbe von den Brüdern Props herausgegeben worden war, abzudrucken, obgleich der Rabbiner Eleasar den letzteren eine Approbation mit Nachdrucksverbot auf 6 Jahre gegeben batte. Herz Rofe entschuldigt sich mit dem Hinweise auf diese alte Tekanah und zitiert den Wortlaut dieser Tekanah mit der Begründüng ״ כדי שלא ליקר השער ולזכות כל האדם מן ההפקרum den Preis zu verbilligen und durch die Freigabe (des Druckes) aller Welt Vorteile zu bieten“. Diesen Hinweis auf die erwähnte Tekanah nebst ihrer Begründung wiederholt der genannte Verleger auch in dem im J. 5501 gedruckten Gebetbuche תפלה בית רחל. Dieselbe bezog sich auf alte Werke, insbesondere aber auf Gebet- und Festgebetbücher. * 2) Und als Salman Frankel im J. 1737 die ״Maggidimtt a) herausgab und dem Druckwerke Approbationen und Nachdrucksverböte auf 12 Jahre von vier bedeutenden Rabbinern beigab, nahmen die Amsterdamer Verleger Sussmann Rudlizes (רודליזת) und Moses Frankfurter keinen Anstand, dasselbe gleichzeitig zu drucken. Durch den Hilferuf des Sulzbacher Druckers Fränkel veranlasst, beschwerten sich wohl Rabbiner Katzenellenbogen in Schwabach, der zugleich das Rabbinat in Sulzbach leitete, und der Gemeinde- Vorsteher von Sulzbach Jakob Josef bei dem Rabbinate und Vor- J) Siehe oben S. 293 Anm. 2. 2) Vgl. Weinberg, Die hebr. Druckereien in Satzbach im Jbrb. d. jud.- liter. Ges. 1903 S. 70 Anm. und die 3te Verteidigungsschrift Salman Frankels abgedr. ebendas. S. 200. 8) Propheten und Hagiographen in jiid.-deutscher Übersetzung nebst Paraphrase, Erklärungen Raschis und teilweise mit Erkl. aus אמדת שמואל♦