Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVIII. (1927)
- Date
- 1927-01-01
- Page
- – (sequence 307)
- Language
- German
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266 die!iberische Überlieferung gilt, so wird die hebräische Lexikographie doch vielfach davon Nutzen ziehen können. Schliesslich bietet uns die Feststellung an sich, dass die Punktation unserer Fragmente den Gesetzen der einfachen baby- Ionischen folgt, sehr wertvolle Aufschlüsse für die Kritik des Mischnatextes — der zweiten Aufgabe unserer Untersuchung, indem sie uns die Feststellung von Ort und Zeit der Schreibung unserer Handschriften sehr wesentlich erleichtert. Die Notwendigkeit der Herstellung eines den kritischen Anforderungen der modernen Wissenschaft genügenden Mischnatextes ist längst erkannt und oft genug betont worden. Jedoch ist das, was tatsächlich auf diesem Gebiete bis heute geleistet wurde, verschwindend gering im *Verhältnis zur Grösse der Aufgabe. Bisher sind im ganzen zwei vollständige ältere Handschriften allgemein zugänglich gemacht worden, nämlich das Ms. Add. 470, 1 der Cambridger Universitätsbibliothek, die Lowe veröffentlichte1), und der Münchener Codex Hebr. 95, dessen Vervielfältigung durch Photographie H. L. Strack2) besorgte. Dazu kommen noch die Ausgaben von Maimonides Mischna-Kommentar zu zahlreichen Traktaten,3) wobei der mitabgedruckten Mischna wertvolle Handschriften zugrunde gelegt wurden. Endlich sind auch die textkritischen Anhänge der von Beer und Holtzmann veranstalteten Ausgaben zahlreicher Mischnatraktate zu erwähnen, die die Versionen einer schwankenden Anzahl von Handschriften und Ausgaben registrieren. Leider muss aber festgestellt werden, dass nur zum geringen Teile nicht allgemein zugängliche Textzeugen berücksichtigt werden und — was schwerer wiegend ist — vielfach auch bedeutende Varianten nicht aufgeführt wurden. Dass manchmal bei Zusammenstellung einer Reihe von Textzeugen Fehler einschleichen können, ist natürlieh, jedoch für die Textkritik kann dieser Umstand manchmal verhängnisvoll werden. 4) *) The Mishnah on wich ihe PaleatinianTalmud res‘sCambridge 1882 (—L). *) Der bab. Talmud nach der einzigen vollständigen Hs. München Cod. bebr. 95, Leiden 1912 (== M). *) Vgl. H. L. Strack ״Einleitung in Talmud u. Midasdi“, München 1921, S. 157. 4) Im textkritischen Anhänge zu KMa (S. 39) z. B. gibt der Herausgeber Prof. Albrecht an, dass im Cap. 2, 7 (5) der Schlusspassus der betr. Mischna