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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1927-01-01 · XVIII. (1927) · page 306

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVIII. (1927)
Date
1927-01-01
Page
– (sequence 306)
Language
German
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Zur Geschichte der ältesten Mischnaüberlieferung. Babyl. Mischna-Fragmente aus der Altkairoer Geniza veröffentlicht und kritisch untersucht. Von Ch. B. Priedmann aus Czernowitz. I. Teil. Einleitung. Die Untersuchung nach babylonischer Überlieferung punktierter Mischna-Handschriften hat zwei Aufgaben. Sie soll das in babylonischer Überlieferung vorliegende hebräische Spraehmaterial bereichern. Bekanntlich sind bis jetzt nur babylonisch-punktierte Bibel־ oder Targumhandschriften eingehend untersucht worden. Auch ein auf diesem Gebiete gruudlegendes Werk wie die ״Masoreten des Ostens“1) hat nur Bibel- und Targumhandschriften zum Ausgangspunkt. Es muss deshalb von grossem Interesse sein, iestzustellen, inwiefern die für das biblische Hebräisch erarbeiteten grammatischen Gesetze auch für das mischnische Hebräisch gellen. Bei dem reichen vorliegenden Material werden sie mitunter auch Anhaltspunkte für manches bis her unbekannte Gesetz ergeben.2) Von nicht, geringerer Bedeutung ist die Feststellung der Punktatiou von Wörtern — meist Nomina —, die von altersber nicht belegt ist. Wenn es auch nicht immer leicht festzustellen ist, ob die in unsern Fragmenten angegebene Punktation auch für x) P. Kahle. M. d. 0. Leipzig 1913. 2) Bis jetzt liegen 2 kleinere babylonisch-punktierte AHsehnafragmente, die zur Sammlung Antonin der Russ. öff. Bibliothek gehören, gedruckt vor: Das eine (Antonin 254) in □41 <1 חקך enthält die Ali sch na Halla n. Ma’asser sehen i und das andere (= Antouin 328; die grosse Ähnlichkeit der Schriftzöge macht es höchstwahrscheinlich, dass es zur selben Hs. gehört wie unser Fragment B) in der Levy-Festschrift (Breslau 1911) die Misehna von Bik. Ende Cap. 3—Schab. Cap. 2 (Anf.) u. v. Schab. Cap. 21—Erub. 1,1. Die Veröffentlichung beider (mit Photographien) besorgte Prof. J. Markon. Ein drittes, Antonin 483 a Edujoth 5,1—8, 3 u.Zebachim 1,1—2,5 ist noch nicht veröffentlicht.

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