Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVIII. (1927)
- Date
- 1927-01-01
- Page
- – (sequence 266)
- Language
- German
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225 inzwischen langte bei Metternich eine Relation des Generalkonsuls Lanrin ein, in der sich dieser zunächst zu rechtfertigen versuchte, warum er James Rothschild, dem österreichischen Generalkonsul in Paris, Mitteilungen zukommen liess. In der Sache selbst teilte Laurin mit, dass er den französischen Generalkonsul in Alexandrien Gochlet ersucht habe, Ratti-Menton »etwas mehr Mässigungu zu empfehlen. Gochlet erklärte, dass er dies keineswegs tun könne, weil ihm Ratti-Menton nicht unterstellt sei. Laurin teilte ferner mit, dass sich von verschiedenen Seiten Leute melden, die die Uhschuld der Angeklagten zu bezeugen bereit wären. Als Moses Montefiore und Gremieux mit ihrer Aktion zugunsten der Damaszener Opfer einsetzten, wandten sie sich auch an Metiernich mit dem Ersuchen, bei Mehmed Ali zu intervenieren. Als dann beide ihre Reise nach Ägypten antraten, um selbst bei Mebmed Ali vorzusprechen, beauftragte Metternich in einer speziellen Weisung1) Laurio, Monteiiore und Gremieux Beistand und Schutz zu leisten, da es im Interesse der österreichischen Regierung liege, diese ״für die Menschheit so bedauernswerte Angelegenheit“ beizulegen. In der Tat bemühte sich dann Laurin Montefiore und Crömieux zu fördern. Während der französische Generalkonsul Cochelet in Alexandrien es ablehnte, eine Audienz bei Mehmed Ali zu erwirken, hatte der englische Konsul Hodges seinen Landsmann Montefiore bei Mehmed Ali eingeführt. Mehmed Ali erklärte, dass er den Gegenstand in Erwägung ziehen müsse. Erst Laurin war es gelungen, bei Mehmed Ali eine günstige Behandlung der Damaszener Affaire zu erwirken, sowie das Versprechen, eine Untersuchung in Damaskus in Gegenwart Gremieux und Montefiores einzuleiten. Allerdings erklärte Mehmed Ali, dass er die verhafteten Juden nur dann werde befreien lassen, wenn ihre Unschuld klar erwiesen werden sollte. Trotz dieses Versprechens war es doch nicht gelungen, die Untersuchung in Damaskus ungestört durchführen zu lassen, da Mehmed Ali zögerte, Gremieux und Montefiore den gewünschten Firman zur Reise nach Damaskus zu erteilen. Mit Hilfe ף Siehe Xr. XX11I. Jahrbuch der J. L. G. XVUl, IS