Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVIII. (1927)
- Date
- 1927-01-01
- Page
- – (sequence 236)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3486266-3486305--7041-3493417- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
19? musste der Rabbiner sogar den Weinscbank pachten, um Einkornmen, resp. sein Auskommen zu finden. Er bezog 180 fl. jährlich. Nach seinem am 1808 מ״ו שבט תקס״ח im Alter von 50 Jahren erfolgten Ableben bezog seine Witwe noch 80 Jahre lang eine Pension von 51/2 fl• monatlich. Interimistisch bekleidete ד* מיבאל כהנא ז״ל als מ״צ das Rabbinat, nach einem Jahre Wurde dann der berühmte ר וואלף חיות aus Lackenbach zum Rabbiner gewählt, der zn den ersten und besten Schülern des grossen חתם סופר ז״ל zählte und den der grosse Meister in seinen Responsen mit der Ansprache אהובי כבני auszeichnete. Er wurde später auch מחותן des Meisters. Achtunddreissig Jahre bekleidete er sein Amt und erfreute sich allgemeiner Hochachtung und Beliebtheit. Einer seiner Schwieger־ söhne war der spätere Rabbinatsassessor, der gelehrte Rabbi Mosche Gold, der im Jahre 1881 א' דד*ח כיסלו תומ״ב mit seinem Sohne מו״ה גרשון und dessen Familienmitgliedern ermordet wurde. Ein anderer Schwiegersohn war R. Jomtow Rosenthal, dessen Sohn der bekannte Dr. Ferdinand Rosenthal, Rabb. in Ratibor, Reuthen und Breslau war. Während des Amtierens des Rabbi Wolf Chajes blühte die Gemeinde auf und zählte bereits 150 Familien, ln dieser Zeit wurde R. Mosche Kraus, ein hervorragendes Mitglied der Gemein de, zum ראש מדינה ernannt und leistete als solcher der Gemeinde und seinen Stammesgenossen grosse Dienste. Die Protokolle der Gemeinde feiern ihn öfters als Lebensretter der Jehudim. — Einer שאלה des Rabbi Wolf Chajes an Chassam Sofer und dessen תשובה verdankt heute die Stadt Palota das Bergwerk, die Wasserleitung und die elektrische Beleuchtung. War eine Ehescheidung vorzunehmen, musste das מת דין mit allen Parteien, auch zn kalter Winterszeit in ein Dorf des Bakonygebirges per Wagen fahren. Da fragte R. Wolf Chajes seinen Meister an, ob man in Palota nicht auch Scheidungen vornehmen dürfte. In der Stadt selbst fliessen zwar zwei Bäche, die aber im Sommer eintrocknen; ausserhalb der Stadt fliesst aber eine Quelle, die im Ungarischen סעג העלי פאלא heisst סען Kohle;הןגלי Ort;פאליא^ Fluss, demnach מקום שחפרו שם בימים קדמונים גחלים. Heutzutage nennt man die Wasserquelle Szelhely, ein Platz, wo Winde wehen. Kein Mensch wusste mehr davon, dass man dort früher Kohlen grub. Der Schreiber dieser Geschichte, Rabbi Abraham Singer זצ״ל machte durch einen befreundeten jüdischen Arzt, Dr. Herz, den Grundherrn,