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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1927-01-01 · XVIII. (1927) · page 193

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVIII. (1927)
Date
1927-01-01
Page
– (sequence 193)
Language
German
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154 Ausserdem erfahren wir noch Einzelheiten über Zeiteinteilung u. a. m. (Güdemann, Quellenschriften S. 218). 1652 Portugiesisch-Jüdische Gemeinde in Hamburg. (Jahrbücher der Jüd. Lit. Gesellsch. Bd. VIff., hauptsächlich VI, 15, 22). Die Schüler sind in drei Abteilungen gegliedert, vor- und nachmittags je drei Stunden Unterrichtszeit, in den Monaten Dezember-Februar nur zweieinhalb. Tägliche Kontrolle durch die drei Talmud-Tora-Gabbaim. Es werden verschiedene Angaben über die Gehälter der Lehrer, die von der Gemeinde angestellt waren, gemacht (200 bis 400 M.). Prämienverteilung an Schüler. 1654—1668 Posen (Güdemann, Quellenschriften S. 224). 1662—1685 Frankfurt am Main. 1676 (teilweise schon älter) Nikolsburg (das. S. 255). Schülerzahl 7, für auswärtige Lehrer nur 6. Vor 1680 Mähren (das. S. 247). Allgemeine Schulpflicht für Knaben bis zum 13. Lebensjahre. 1690 Portugiesisch-Jüdische Gemeinde in Amsterdam (Das. 112, Anm. 2). Einteilung in sechs Klassen, s. Nachtrag. 1689 Metz (Cahen, Enseignement Obligatoire (8. S. 89) S. 303). 1726 Hamburg-Altonaer Gemeinde (Grunwald, Die Statuten der ״Hamburg-Altonaer Gemeinde“ von 1726). Somit haben die Frankfurter Verordnungen teilweise schon ältere Vorbilder, in einigen Punkten bringen sie auch Neues, z. B. die allgemeine Schulpflicht und das Leihverbot an Jugendliche, das im nächsten Abschnitt erwähnt werden wird. Ob die einzelnen Gemeinden sich bei derartigen Regelungen gegenseitig beeinflusst haben, oder ob noch eine, ältere allen gemeinsame Quelle vorhanden ist, lässt sich heute wohl nicht mehr klarstellen, es sei denn, dass sich in den Gemeinde-Archiven etwa noch handschriftliche Belege dafür finden. Das eine steht fest, dass bei den deutschen Juden allenthalben das Streben bestand, das Schulwesen zu regeln und zu verbessern. (8. Nachtrag.) IV. Die Talmud-Hochschule —Jeschibah. Wie stand es nun mit der weiteren Ausbildung des heran-

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