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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1927-01-01 · XVIII. (1927) · page 175

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVIII. (1927)
Date
1927-01-01
Page
– (sequence 175)
Language
German
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Am Lehramts mit dem Sehäehtamt verschoben und auf ein politisches tmd tendenziöses Gebiet gebracht. Der immerhin verhältnismässig günstige Stand der Angelegenheit wurde letzt jedoch von einer Seite vereitelt, von der es am wenigsten za erwarten war, nämlich vom Vorstand des Israel. Lehrervereins im Grossherzogtum Hessen, dessen damaliger Vorsitzender am 10. Mai 1915 in einer ausführlichen Eingabe an die Regierung, das Sehäehtamt als unwürdige Tätigkeit bezeichnete und unter Ausfällen auf die orthodoxen Rabbiner die Regierung ersuchte, auch fernerhin die Trennung von Religionslebr- und Sehäehtamt bei der definitiven Anstellung von israel. Religionslehrern zur Bedingung zu machen. Warum diese Herren ihren gesetzestreuen Kollegen in den Rücken fielen and so die definitive Anstellung zahlreicher Kollegen hintertrieben, ist unerfindlich aber auch zugleich beschämend, bes. da selbst die Rabbiner ihrer Richtung loyal den Standpunkt des Unabhängigen israel. Lebrervereins unterstützten, und alle befragten Regierungen betonten, dass sich ans der Verbindung beider Ämter keine Unzuträglicbkeiten ergeben hätten. Der Erfolg solch verhängnisvoller, gegen die Interessen des eignen Standes namentlich aber gegen die Interessen der jüdischen Gemeinden unternommenen Minierarbeit, die noch dazu den Schächtgegnern eine wertvolle Hilfe bereitete, war leicht zu ermessen. Die Akten verzeichnen denn auch als Beschluss: ״Im Hinblick auf die Auskünfte der angefragten Regierungen, das Gutachten der Abteilung II und den Inhalt vorliegender Eingabe des Israel. Lehrervereins: Beruht vorerst unter Festhalten des seither eingenommenen Standpunktes.“ ln anderer Hinsicht zeigte die hessische Staatsregierung nach Kriegsende den israel. Religionslehrern grosses Entgegenkommen. Von der infolge der Inflation eingetretenen enormen Entwertung und gesunkenen Kaufkraft des Geldes sowie der dadurch bedingten Notlage wurden besonders die jüdischen ßeligionslehrer aufs schwerste betroffen. Nachdem von der Volkskammer den Staatsbeamten wiederholt und namentlich Ende 1918 wesentliehe Teuerungszulagen gewährt worden waren, erbat die Arbeitsgemeinsehaft der beiden israel Lehrervereine in persönlicher Aus«?

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