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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1927-01-01 · XVIII. (1927) · page 147

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVIII. (1927)
Date
1927-01-01
Page
– (sequence 147)
Language
German
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2. 'Kein״«mgeprtifler Lehrer därf mehr ange8tel 11 werden, und 3. kleine Gemeinden, die für sieh die Mittel zur Gewinnung und "Erhaltung einer tüchtigen Lehrkraft nicht aüfbringen können, sollen sich zu einem Schülverband vereinigen. Von den eiogegangenen Berichten ist besonders derjenige der Kr. Schulkommission Worms bemerkenswert, der konstatiert, dass der isiael. Religionsunterricht allerdings recht im Argen liegt. ״Es liegt dies teils an der finanziellen Leistungsunfähigkeit der Israel. Gemeinden, die mit Üultusumlagen ohnehin verhältnismässig stark belastet sind, teils an der Passivität und notorischen Unverträglichkeit der Gemeinden und Gemeindemitglieder, die die Bildung von Schulverbänden nicht aufkommen bzw. solche nicht lange erhalten lässt1), und die sieh ev. dann überwinden lassen würden, wenn den Aufsichtsbehörden ein unbedingtes Zwangsrecht sowohl in Bezug auf die Bildung der Verbände als auf Anstellung der Lehrer und deren Gebaltsfestsetzung zustünde.“ Aus der Statistik i. J. 1891 ergab sich, dass — die Rabbiner mit eingerechnet — 154 jüd. Lehrer im Grossherzogtum ^Hessen wirkten. Von diesen waren nur 58 seminaristisch vorgebildet, 73 waren zumeist bei Rabbinern oder Kommissionen oder durch Kirchenrat Engel in Giessen geprüft oder batten nur die Präparandenschule besucht, 23 waren ohne jede Prüfung, 104 israel. Gemeinden waren ohne Lebrer; Wegen der Besoldungsverhältnisse interessieren folgende Einzelheiten. Das höchste Gehalt (3100 M. jährlich) hezog der Lehrer und Kantor der israel. Religkmsgemeinfde Darnhfstadt, sonst waren 5—600 M. die jährliche Durehschnittsbesoldüng. Im einzelnen verstiegen sich manche Gemeinden zu geradezu grotesken Leistungen. Alsbach a. B. mit 200 M. Jabresfixum, Holzbeim^Grüningen (Oberhessen) bei 12 Schulkindern mit 150 M. jährlich, Birkenlau (15 Schulkinder, 170 M. jährlich), Heusenstamm (200 M.), Kirtorf (Oberhessen) 171,43 M., Staden und Stammheim (Oherhessen) 9 Kinder, 200 M., Obbornhofen mit Wohnbach und Bellersheim (Oberh.) 20 Kinder, 200 M. jährlich, Waschen heim (Rheinh) 4!Kinder, 96 M. jährlich mit freier Wohnung. In Lauter- *) Allerdings ist der Mangel än geeigneten Katttoren und Schochtim in den kleinen Gemeinden mit schuld.

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