Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVIII. (1927)
- Date
- 1927-01-01
- Page
- – (sequence 61)
- Language
- German
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22 darzustellen, zu der überwältigend poetischen Schilderung einer Veränderung der Natur, der äusseren Welt, seine Zuflucht nimmt. Seine Worte lauten: ״Als Israel aus Ägypten zog, das Haus Jakobs aus einem ״Volke fremder Zunge, als Juda zu seinem Heiligtum ward und ״Israel zu seiner Herrschaft, da sah es das Meer und floh, und der ״Jordan wandte sich rückwärts, die Berge hupften wie Widder, ״die Hügel wie junge Schafe. Was hast du denn, 0 Meer, ״dass du fliehest, Jordan, dass du dich rückwärts wendest? Berge, ״dass ihr hüpfet, wie Widder, ihr Hügel, wie die jungen Schafe? ״Vor dem Herrn erzittere, Erde, vor dem Gotte Jakobs, der ver- ״wandelt den Felsen zu einem Wasserborn, den Kieselstein zu ״einer Wasserquelle!“ In der Tat, es ist mit den Zehngeboten eine neue Welt ge־ sehaffen worden, eine neue Weltenschöpfung hat stattgefunden. Es ist das die Schöpfung der sittlichen Menschengesellschaft, die Schöpfung der eine Welt für sich bedeutenden, auf sittliches Streben eingestellten Menschenseele.