Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVIII. (1927)
- Date
- 1927-01-01
- Page
- – (sequence 62)
- Language
- German
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Beiträge zur Geschichte der Juden in Mähren. Neu-Raussnitz. Von Dr. H. Flesch, Doloi Kounice. Vorbemerkung- Das Jahr 1454 war für die Juden in Mähren verhängnisvoll. Papst Nikolaus V. entsandte den Franziskaner Johann v. Kapistran im Jahre 1450 nach Mähren und Böhmen, um die katholische Welt in ihrem Glauben zu festigen. Was sieh in der Geschichte oft wiederholte, dass sieh die Mehrer des Glaubens in Hasser der Andersgläubigen wandelten, zeigte sieh auch hier, die Vertreibung der Juden in Brünn, Olmütz, Mähr. Neustadt, Znaim im Jahre 1454 durch König Ladislaus war der Erfolg Kapistrans fluchwürdiger Wirksamkeit1). Um diese Zeit dürfte auch die erste Judenansied- V lung in Neu>Raussnitz, Russins, Rausems, Rauzzeins, Cechiseh Novy Rousinov2), hebr. רויסמיץ, begonnen haben; der Nähe von Brünn — drei Wegstunden — dankte diese Gemeinde ihre Gründung. ״Im Jahre 1554 bewilligte König Ferdinand dem Juden Gerstel, dass er sich im Städtchen Rousinov ansiedle und den Handel mit Vieh und anderer Kaufmannsware betreiben könne“.3) Im Jahre 1591 wurde die Synagoge erbaut.4) 1) Grätz, Geschichte der Juten VIII, 199ff.; d’Elvert, zur Geschichte der Juden in Mähren, S. 96 ff. 2) Alois Licman, Nästin dejepis Noveho Rouinov, S. 3. 8) Bondy-Dvorsky, zur Gescb. der Juden in Böhmen etc. S. 1010. 4) Die Synagoge trägt folgende Inschrift: זה השער לד* צדיקי□ יבואו בי הבית הקדוש נבנה בשנת נשא את ראש בני ישיאל לס״ק ברוב הימים סנה .(1868) הודו והדרו לכן קמנו ונחדשהו. ונחנכהו בשנת לביתך נאוה קדש