Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVII. (1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- – (sequence 368)
- Language
- German
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- Rashi 1× ep/2781487
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818 he; die Stelle Mischle 14,10 מרת ist wohl dahin zu erklären, dass einer Verwechslung mit מרת (I. Sam. 1, 10) vorgebeugt werden soll, da das dem Vers eine entgegengesetzte Bedeutung unterlegt haben würde, man übersetze also nicht: bitter, sonden: die Kraftquelle (seiner Seele) arab. mirratun; da die תורה gemeint ist, eine sinngemässe Übersetzung1). In Ez. 16,4 כרת שרך ist שרך arabisches Lehnwort für Nabelschnür und als solches durch dagessiertes rescb, entsprechend dem arabischen tesdid gekennzeichnet. Die Klangmalerei in כרת hat dann Dages auch dieses resch bewirkt, um der Verwechslung mit 3 Pers. sing, ovar Qual entgegenzutreten; vielleicht jedoch ist auch hier auf Lehnwort (arab. karasabzwicken) zu erkennen2). I. Sam. 1,6 הרעימה hat ebenfalls nicht die gewöhnliche Bedeutung des Stammes רעם, die keinen Sinn ergeben würde, (8. auch Raschi z. St.) sondern dürfte dem arab. ra'am vermuten, im Hiphil — verdächtigen entsprechen3). Zu den drei Stellen, an denen הראיתם Dages hat, vgl. den II. Teil dieser Abhandlung. Zum Beweis dieser Auffassung, dass Änderung der Bedeutung bezw. abweichende Bedeutung Änderung der Aussprache bewirkt, seien folgende Momente der Beachtung unterzogen (8. a. ad. 7.)) מלא kann auch im Qual transitive Bedeutung haben, wird daher (8. a. ad 4 und ad 7) in den für uns in Betracht kommenden ' l) Aus ähnlichen Erwägungen dürfte sich Ruth 1,20 מרא mit aleph statt he erklären, da sonst von מרי widerspenstig oder aram. Herrin abzuleiten gewesen wäre. 2) Arabisches resch ist eben stark zu sprechen. Das המלח dort z. St. muss übersetzt werden, Du bist nicht zum trinken an die Mutterbrust gelegt worden (arab. nähren von kleinen Kindern) ״eingesalzen“ ergibt keinen Sinn and סלח heisst nicht in Salzwasser legen, sondern einsalzen. *) Also ist zu übersetzen: sie erzürnte sie heftig, weil sie sie verdächtagte, und Gott hatte doch ihren Schoss verschlossen. Zn dieser Übersetzung passt <108“כי ד# סגר בעד רחמה besser, so wie etwa 1 25, 25 zu כלו כאדרת שער die Übersetzung von עשו als haarig, struppig (arab. 8. König Gen.) die einzig richtige sein durfte, abgesehen von anderen Gründen ist rein grammatikalisch die sehr geistreiche Erklärung von S. R. Hirseh nicht angängig, ebensowenig, wie I 8,11 טרף als abgerissen, sondern (arab.) als frischgesprosst schon aus grammatikalischen Granden zu nehmen ist.