Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVII. (1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- – (sequence 367)
- Language
- German
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317 schiedliehkeit der Aussprache geradezu klassisch exemplifiziert. An allen Stellen in ת״נ״ך hat der Piel des Verb. קדש die Be deutung: heiligen. Ez. 7, 24 dagegen ist das Wort euphemistisch zu verstehen, resp. der Piel in privativer Bedeutung verwendet: die sie entweihen, daher, gemäss der Aussprache, ohne Dages. Man denke auch an die Bedeutung von קדשה, wovon Ez. 7y 24 vielleicht abgeleitet ist; beide Stämme sind vielleicht anabhängig voneinander. Jedenfalls erübrigt sich die Gesen. Wtb. vorgeschlagene Änderung — dem Sinne nach schon von ר״ד׳ק z. St. anerkannt — in מקדשיהם; auch König Wtb. dagessiert fälschlich. 2. ) nachfolgendes begad kepbath. Auch hier bleibt Dages in Wirkung der Veränderung der Aussprache. 3. ) die fünf Kehllaute, die bekanntlich kein Dages ertragen. Die Unmöglichkeit, Dages zu setzen, geht von der Voraussetzung aus, dass diese fünf Konsonannten schwache Konsonanten sind. Abgesehen von den von den Grammatikern angeführten Beweisen denke man daran, dass wir (in Deutschland, während der Holländer aiin fälschlich durch nasales ng wiedergiebt*) aleph und ajin nicht aussprechen, dass manche — vor allem slavische — Sprachen he nicht kennen, ferner an den spiritus lenis bezw. asper beim griechischen 4. ) nach dem ad 3) ausgeführten ist zu verstehen, dass nachfolgen der Kehlbuchstabe Ausfall des Dages verhindert; denn es würden sonst zwei geschwächte Konsonanten aufeinander folgen. Besser gesagt: der schwache dritte Radikal bewirkt automatisch eine Schärfung des vorhergehenden zweiten. Gesenius Gramm. § 22 Abschnitt b Anm. fuhrt die Ausnahmen an; in denen Kehlbuchstaben Dages haben. Bei manchen dieser Stellen trifft das ad 4.) gesagte zu, dass wegen eines deehik, also, um die Qualität des Konsonanten zu schärfen, Dages gesetzt wird, vorangehend stets ein schwacher Konsonant, meist *) Wahrscheinlich kannte die alte Aussprache zwei verschiedene ajin, wie die arabische Sprache sie heute noch, durch diakritische Punkte unter* schieden, aufweist, das eine als scharfen Keblansatz gesprochen. Es wäre zu prüfen, oh nicht auch auf Basis dieser Unterscheidung das Problem gelüst werden kann,, dass ״manchmal“ ajin mit sewa quiescens ohne sonstigen Vokal steht.