Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVII. (1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- – (sequence 356)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3486266-3486307--6777-3493152- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
306 sein nmssen. Die zwölf סבי כנישתא, die als אמרכולין über• die zwölf Stämme Israels gesetzt sind, von denen P8. Jonathan Lev. IV, 15 spricht (s. Büchler, Der Priester und der Cultus, Wien 1885 S. 100), and auf die Kr, sich Talm. Arch. S. 141 beruft, haben mit der Sache nichts zu tun. Die Steile wäre allenfalls geeignet, die Auffassung zu stutzen, dass H. 10 haggadisch zu nehmen ist. Sieht man die Mitteilung'als zuverlässig an, so müsste man sie dahin deuten, dass für gewöhnlich nur drei זקנים anwesend sein mussten; der Zahl nach traten darum die Ratsherren, waren sie sämtlich zugezogen, in den Vordergrund, zwei ת״ח mögen noch hinzugekomxnen sein: sie alle waren in einer gewissen Weise Vertreter der Stadt und werden so alle טובי העיר genannt, wie man sie im wörtlichsten Verstände des Wortes mit Recht so nennen mochte1). Nur bei עיבור החדש kommen evtl, sieben ordinierte Richter in Betracht. Ich mochte nicht verfehlen, darauf hinzuweisen, dass Deut. r. Kap. 3 (Anf. zu ס■ עקב) Moses und Aron auf der einen und die zwölf Stammesfürsten auf der anderen Seite mit שני איסטרטין un'^ יב, בלביטין verglichen [werden. Die Zahl zwölf ist also auch hier durch die Stammesfürsten gegeben. Sehr möglich, dass Sof. a. a. 0. mit auch an dieses Gleichnis anknüpft. Um 80 weniger könnte man darum aus Sof. mit Bestimmtheit schliessen, dass es einen *wölfgliedrigen Rat gegeben habe. Andererseits ist aber sehr verständlich) dass man hei dem feierlichen Anlass der Nenmoudweihe, der ohnehin an die Zahl 12 erinnerte, Wert gelegt hat auf zwölf offizielle Pefsöolichkeiten, die die Feier l׳ iten. Damit wäre ein Weg gefunden, die Angabe als solche bin* zunehmen und sie doch zugleich aus ihrem haggadischen Hintergründe heraus zu erklären. Es war notwendig, auf Sof. a. a. 0. mit solcher Ausführlichkeit einzugehen. Wenn Bar. b. Keth. 8 b von den חזני und פרנסי העיר spricht, so könnte diese Mitteilung hier sonst in dem engeren talmudiscben Schrifttum fehlende alte Überlieferungen ergänzen: wir sähen die Vertreter der Stadt hier am Mahle beteiligt, wie das Sof. a. a. 0. berichtet ist. Wissen wir, dass חבר עיר eine Zehnzahl erfordert, so wäre möglich, dass dem ח, עיר allemal die sieben Ratsherren angehörten, an der Spitze aber ein זקן stand und zwei weitere זקנים, bzw. zwei תלמידי חכמים hinzukamen, die nicht ohnehin schon zu den טובי העיר gehören. Ist die Angabe Sof. H. 10 zuver- Bissig, so kämen bei der סעודת קידוש החדש noch zwei weitere ת״ח hinzu. Denkt man sich die Zusammensetzung des ח״ע dergestalt, נ) s. noch S. 3051.