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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1926-01-01 · XVII. (1926) · page 340

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVII. (1926)
Date
1926-01-01
Page
– (sequence 340)
Language
German
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290 — die Worte ד»כל מעלץ וכד lässt Kr. hier ganz unbeachtet —, nichts zu tan. 135* (236) Auch diese Angabe trifft nicht ganz zu und bedarf jedenfalls einer gewissen Einschränkung: von einem Kampf gegen den Luxus der Trauergeschenke als solchen ist weder in der angeführten Mischna, noch an den genannten Talmudstellen die Rede. Wenn jene fordert, dass man die Speisen weder auf einem Tablet noch in einer Schale oder Schüssel bringen solle, sondern in Körben, so sollen damit natürlich nicht etwa warme Speisen ausgeschlossen sein, wie denn solche ja auch בחבר עיר gebracht worden sind. Die Körbe sollten nur verhüten, dass man aufmerksam wurde auf das, was geschickt wurde: die Reichen durften und sollten nach wie vor kostbarere Speisen und Getränke schicken und vor allem in grösseren Mengen, als sie den Armen zu spenden möglich waren; nur sollten die Wohlhabenderen nicht damit nach aussen protzen und so die ärmeren Spender beschämen. Gewiss waren diese oft nicht einmal in der Lage, selbst vergleichsweise hescheidene Geschenke zu schicken, und doch wollte man auch sie nicht ausschliessen und auch ihnen ermöglichen, ihre dürftige Gabe zu schicken als einen Ausdruck ihrer Teilnahme und ihres guten Willens. Wenn die Gemara a. a. 0. mitteilt, dass die Reichen ursprünglich ihre Geschenke in silbernen und goldenen Körben sandten, so bestätigt das die hier vorgetragene Auffassung. Und wenn dann weiter von der Anordnung gesprochen wird, dass die Gaben nur in aus Weidenruten geflochtenen Körben gebracht werden sollen, damit die Armen nicht beschämt werden, so ist diese wie andere a. a. O. mitgeteilten Bestimmungen gewiss im Geiste Gamaliels; von einem Kampf gegen den Luxus der Geschenke ist indessen auch hier nicht die Rede. Ebensowenig endlich, wenn weiter und auch j. a. a. 0. verlangt wird, dass die Getränke in das Trauerhaus nur in farbigen Gläsern gebracht werden sollen, so gewiss alle diese Aoordnungen auch in jener Richtung einen Einfluss üben mochten. 136♦ (236) Diese Darstellung trifft nicht das Richtige. Ausser in Semachoth a. a. 0. ist m. W. in keiner anderen Stelle davon die Rede, dass Grünzeug und Fische in das Trauerhaus geschickt werden sollen, was allerdings keineswegs bedeutet, dass es zu irgend einer Zeit nicht geschehen ist oder nicht hätte ge-

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