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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1926-01-01 · XVII. (1926) · page 335

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVII. (1926)
Date
1926-01-01
Page
– (sequence 335)
Language
German
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285 ihrer Gelehrsamkeit, während Franen eine solche Ehrung schon mit Rücksicht auf die Gelehrsamkeit ihrer Männer zuteil wird. Im übrigen ist die einstimmige Ansicht der Decisoren, dass Frauen genau so wie die Männer betrauert werden: s. R. Isak ben Giat, שערי שמחה, ed. Bamberger 8. 41, Nacbmanides Tb. Haad., Tur und Sch. A. J. D. Kap. 344. Und als Grundlage für diese Entscheidung gilt u. a. wieder b. Megilla a. a. 0. Kr. fasst הספד של רבים im Gegensatz zu הספד של *היד (Tos. Meg. III, 7 ed. Zuckerm. S. 225, b. Meg. a. a. 0.) als öffentliche Trauerfeier im Gegensatz zu einer privaten. Eine solche Ausdrucksweise ist leicht misszuverstehen. Man muss הספד של רבים immerhin unterscheiden von einem הספד ברבים; ein solcher ist offenbar oder kann doch mindestens auch der הספד של יהיד sein, sonst brauchte ja eben nicht betont zu werden: ומספידין בהן הספד של רבים, bzw. ואין מספידין הספד של יחיד. Vgl. auch die Definition b. Meg. a. a. 0.: ה״ד הספידא דרבים כגון הספידא דקאי בה ד ששת. Das eine ist eine offizielle, das andere eine mehr inoffizielle Trauerfeier, die sich aber gleichfalls in voller Öffentlichkeit abspielt. Was nun die zwei anderen Talmudstellen angeht, auf die ich verweise, so liegt bezüglich der einen wohl ein Versehen auf meiner Seite vor. Die andere, b. Rosch hasch. 25a lautet: ואותו היום מתה אמו של זזא הספידה דג הספד נדול לא מפני שראויה לכך אלא כדי שידעו העם שלא קידשו ב״ד את החדש, wozu schon R. Isak ibn Giat (שערי שמחה S. 41), dem Nachmanides, Beth Josef a. a. 0. u. a. folgen, richtig bemerkt: על הספד גדול הוא דהדר לא על שאין סופדין נשים. Auf diese Stelle berufen sich denn auch die Decisoren, um ihren erwähuten Entscheid zu rechtfertigen. Übrigens führt Kr. a. a. 0. II S. 484 Anm. 488 Tos. Kethuboth IV, 2 ed. Zuckermandel S. 264 מקום שנהנו להספיד מספיד an und meint, dass das nur den Sinn haben köcne, ״dass e3 Ortschaften gab, in denen man den Mann die Frau beklagen zu lassen pflegte.*6 Im Text hat er aber von dieser Erkenntnis keinen Gebrauch gemacht. Wenn Maimonides (הלכות אבל XI, 5) sagt, ומספידץ הנשים כאנשים בכל מקום, so ist diese Ausdrucksweise wohl mit Rücksicht auf jene Toseftastelle gewählt: Der Brauch, am Grabe von Franen Trauerreden halten zu lassen, hatte sich allgemein durchgesetzt. Kr. versucht jetzt Syn. Altertümer sich dadurch zu rechtfertigen, dass er S. 2992 behauptet: הספד״ bedeutet nach neuhebr. Sprachgebrauch die Totenklage, nicht die Leichenrede.*6 Viele Talmud-

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