Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVII. (1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- – (sequence 329)
- Language
- German
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100* (228) Die betr. Worte lauten: ואם היה חבר עיד מותר. Die Übersetzung, weiche Krauss gibt, ist daher unstatthaft. Wie Kr. hier aus der Rolle fällt, dafür legt die Art, wie er die Toseftastelle beide Male im Text [״ima] und in der Ann». [״Mitglied des“] durch in Klammern eingefügte Worte ergänzt, beredtes Zeugnis ab. Darüber kann nicht hinwegtäuschen, dass er in demselben Augenblick, in dem er sich genötigt sieht, den Text zu ergänzen, versichert, auch 8. E. sei dieser korrekt, und sich daun wieder auf Tos. Meg. a. a. 0. beruft, wo ja nach seiner von uns (78*) zurückgewiesenen Ansicht ואם היה חבר עיר וכד zu übersetzen ist: ״wenn es (das Volk) ein Ratsausschuss ist% Kr. aber jedenfalls den Text unverändert und unergänzt stehen lässt. Krauss wendet sich, wie wir gesehen haben, S. 2221 gegen die Auffassuug H. Redischs, der dort ״ ח״עMitglied des Rates“ übersetzt Hier gibt er begreiflicherweise selbst die Übersetzung preis, die er dort ohne jedes Analogon dekretiert. Ihr gemäss müsste nämlieh hier übersetzt werden; ״war er aber (der Besucher) ein ח״ ע“. Graetz, der hier בהבר עיר liest, ist wenigstens konsequent genug, um sich den Text so zurechtzustutzen, wie er ihn sich wünscht. Zu bemerken ist noch, dass Kr. neuerdings Syn. Altertümer S.225 über den ihm weniger bequemenToseftatextB.b.hinwegspringt, indem er schreibt: ״Wortlaut Bar. Ghullin besser als in Tos.tt 101* (229) Krauss hat die Stelle missverstanden. R. Gerschom bemerkt zu den Worten der Gemara: ואם יש בז חבר עיר (s. dazu die zutreffenden Bemerkungen von Kr. S. 228 2) das Folgende: כלומר תלמיד חכם ודאי בשביל כבודו הוא עושה ואין לו יכזלת למלאנו יין מותר. Das Subjekt zu ודאי וכד, mit welchem Wort vielmehr ein neuer Satz beginnt, ist natürlich nicht der זדע, sondern der Besucher, der den Trauernden (בשביל כבודו) vor dem ה״ע ehren will. Der betr. Satz der Gemara beginnt: לא ילך אדם לבית האבל .. ולא ימלאנו מים. Die Worte ואם יש בו können, wie immer man sie auffasst, sieh nie und nimmer auf den Besuchenden beziehen. Dannach stimmt Rasehi in der Tendenz seiner Erklärung mit R. Gerschom überein und unterscheidet sich von ihm nur in der Erklärung der Worte ה״ע an unserer Stelle. i02* (229) Kr. merkt gar nicht, dass die von ihm angenommene Erklärung Büchlers derjenigen widerspricht, die er seihst S. 228 5 der Tosefta gibt. Büchler bleibt sich wenigstens treu