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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1926-01-01 · XVII. (1926) · page 326

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVII. (1926)
Date
1926-01-01
Page
– (sequence 326)
Language
German
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276 ganz anderen .Sinn, als Kr. dies annimmt. Der Münchner Kodex liest: ניתי ליכנוף גבי הדדי und ebenso die anderen Rabbinovicz vorgelegenen Hsehr. sowie עין יעקב und J-alkut; s. auch ב״ח z. St. Diese Lesart ist zweifellos die richtige. Raschi hat also wohl mit seiner Erklärung recht. So ergibt sich gerade aus dieser Stelle mit voller Deutlichkeit, dass R. Huna keineswegs Mitglied eines angeblichen חבר עיר geweseu ist. Müsste er dann nicht in solchen wie den dort angegebenen Fällen jene Behörde in Bewegung gesetzt haben, war sie vorhanden und er ihr Mitglied? 90* (226) Das ist wiederum irrig. Man wandte sich an besonders fromme und ausgezeichnete Männer mit der Bitte, um Regen zu beten. Dass Huna, Chanina ben Dosa, Choni, oder wer sonst in diesem Zusammenhang genannt wird, als Mitglied eines Ratsaus- Schusses gedacht ist, dafür liegt auch nicht der geringste Anhaltspunkt vor. Und was nun R. Huna angeht, so stimmt das, was von seiner persönlichen Mildtätigkeit b. Taan. 20b erzählt wird: כי הוד. כרך ריפתא הוד. פתה לבביה ואמר כל מאן דצריך ליתי וליבול ausgezeichnet zu unserer Stelle, besonders aber auch zu den Worten כל עניי . . עלי ממיכי. Damit will ich natürlich keineswegs sagen, dass jene Mitteiüing die volle Erklärung für diese Worte Hunas bietet; s. noch die folgende Anm.; : 91* (226) Kr. hat sich 80 sehr in seine Theorie eingesponnen, dass er gar nicht sieht, dass die von ihm herangezogene Beweisstelle ihn Lügen straft. Wie heisst es a. a. 0.? בד״א. Also wird doch vorausgesetzt, dass sich die Leute ebensowohl auch in eine Stadt begeben, in der kein חבר עיר istv Dabei lasse ich ganz dahingestellt, ob die Bar. überhaupt ein Fasten oder gar ein Regenfasten im Auge hat. 92* (226) A. a. 0. u. j. Taanith III, 3 —, ich citiere nach der letztgen. St. —, (vgl. b. Jebamoth 78a u.Taanith 8 b) heisst es: בעון ד דברים המשמים נעצרים• בעון עובדי עץ מגלי עדות ושופכי דמים ופוסקין ברבים ואינם נותנק. Für jede dieser Sünden wird auf einen Schriftvers verwiesen, für die letztgenannte auf Sprüche 25,14, während b. Sanhedrin 8 b unter Berufung auf den gleichen Schriftvers Regenmangel als eine Folge der Lüge schlechthin bezeichnet. Wäre wirklich das Übliche gewesen, dass gerade bei den Regenfasten Spenden öffentlich versprochen wurden, so hätte man sich sicherlich die gute Gelegenheit nicht entgehen lassen, das in diesem Zusammenhang zum Ausdruck zu bringen.

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