Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVII. (1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- – (sequence 305)
- Language
- German
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255 אנשי אותה העיר einfach der Gegensatz zu יחיד ist. Pesachim a. a. O. verzeichnet eine weitere Tradition, die jenen anderen unmittelbar folgt, und die in unseren Texten gleichfalls R. Jochanan zugeschrieben wird, während in den Hschr. (8. דיס z. St.) dieser Hinweis fehlt. Geht auch diese auf die ״Männer Jerusalems“ zurück, so würde das ganz der Vorstellung entsprechen, die man sich von einer ״heiligen Gemeinschaft“ macht, und damit würde übereinstimmen, dass a. a. 0. 113b die eine Mitteilung über die Art, wie R. Chanina und R. Osehaja jener Vorschrift Genüge leisteten, mit den Worten schliesst: וטומתייהו הכי בחייהן רבנן קדישי דבארעא ישראל• Der Midrasch Koh. r. a. 0. teilt noch mit ,ר״ יצחק בן אלעזר קרי ליה לר׳ שמלאי ור ברקאי עדה קדושה. A. a. 0. wird übrigens za erklären versucht, wie jener Name entstanden sei. Soferim XVIII, 5 teilt eine schöne Sitte mit, die vielleicht auch auf die ״Männer Jerusalems44 bzw. ״die heilige Gemeinde“ zurückzuführen ist. S. über die heilige Gemeinde jetzt auch Krauss, Synagogale Altertümer S. 108 Anm. 2, der aus M. Vitry feststellt, dass b. Ber. 9b ר׳ יוסי בן משולם gemeint ist und S. Klein, Neue Beiträge zur Geschichte und Geogr. Galiläas. Palästina-Studien I. Wien 1923 S. 44; s. noch w. u. 109*. 21* (201) Zu verweisen ist noch auf b. Rosch h. 32b ותיקין היו משלימין אותה• בתורה und M. Soferim XIV, 18: וזה שאמרו מנהג מבטל הלכה מנהג ותיקין אבל מנהג שאין לו ראיה מן התורה אינו אלא כטועה; s. auch Soferim XIV, 4. Ob die ותיקין Essener gewesen seien, erschien selbst Z. Frankel, Monatsschrift 1853 S. 32 noch zweifelhaft, der dabei die angef. Stellen aus M. Sof. u. a. nicht nennt. Wenn übrigens Kr. diese, die ״heilige Gemeinde“, die חסידים, die ,טובלי שחרית אנשי מעשה u. s. w. mit den Essenern in Verbindung bringen will, so folgt er hier nur• dem Beispiel Frankels a. a. 0. S. 66ff., der die These Rapoports weiter ausbaut. Kr. verweist jetzt Syn. Alt. S. 108 für die ותיקין auf Herzfeld, II, S. 395f., aber gerade Herzf. a. a. 0. 388ff. hat gegen Rapoport und Frankel eine grosse Reihe gewichtiger Einwände erhoben, die bis jetzt noch nicht widerlegt worden sind, und auf die Kr. mit keinem Worte eingeht. Übrigens ist nicht ganz richtig, was Kr. a. a. 0. schreibt, dass eine synagogale Gepflogenheit, die in der einen Quelle der heiligen Gemeinde in Jerusalem zugeschrieben wird, nach einer anderen Nachricht als Gepflogenheit der ותיקין mitgeteilt ist: היו גוטרין אותה עם הנץ החמה, das in diesem Betracht wesentlich Kennzeichnende wird an beiden