Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVII. (1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- – (sequence 298)
- Language
- German
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248 “* (199) 8. 0. 12* (199) Kr., der mir vorwirft, ich hätte E. übersehen, (aus der mir wohlbekannten fleissigen Arbeit von Weinberg ist für unsere Frage nichts von irgend welchem Belang zu lernen) hat seinerseits nicht erkannt, dass die von ihm angeführte Bemerkung Eibogens erst verständlich wird im Zusammenhang mit dem, was E. eingangs de&§ 17seines Buches(S. 115 der 1. Aufl.jausführt. ״Von denMaamadot wird Taan. IV, 1 berichtet, dass sie an jedem Wochentage viermal Gottesdienst hielten; eines ihrer Gebete hiess Musaf. Vielleicht gebt hierauf auch der Satz des R. Eleasar ben Asarja zurück, אין תפלת המוספים אלא בחבר עיר (Ber IV, 7), wonach die Institution des Musafgebetes mit dem Vorhandensein eines kommunalen, d. h. am Maamad beteiligten Verbandes verknüpft ist. Demnach hätte das Musafgebet mit dem Musafopfer ursprünglich nichts zu tun.“ E. fügt seinem ״Vielleicht״ u. 8, w. noch den weiteren einschränkenden Zusatz an: ״Alle andern Nachrichten, die wir besitzen, kennen allerdings das Musafgebet nur an solchen Tagen, an denen ein Musafopfer dargebracht wird.* Dieser Darlegung ist hinzuzufügen, dass der jerus. Talmud z. St. die Mischna Taanith a. a. 0. allerdings, was die Ifaamadoth angeht, so erklärt, wie sie Elbogen wiedergibt, und wie sie wohl jeder Leser zunächst aufzufassen geneigt sein wird, dass ferner Tos. Taan. II (S. 217, 9) ausdrücklich lehrt: תענית צבור כהנים נושאים את כפיהם ד" ©עמים בעם, während der babyl. Talmud (26 b) eine abweichende Deutung vorträgt: תעניות ומעמדות מי איכא מוסף חסורי מיחסרא והכי קתני בג" פרקים כהנים משאין.את כפיהם כל ומן שמתסללים ויש מהן ד, פעמים ביום... ואלו הן ג׳ פ-קים תעניות ומעמדות דוס הכפוריס. Die Kombination E.’s ist aber auch unter der Voraussetzung, dass die Auslegung des j. Talmuds die einzig mögliche wäre, nicht haltbar. Gerade nach dem j. Talmud wurde ein Musaf ja auch an den Fasttagen schlechthin ebenso wie am Versöhnungstage gebetet und zwar ganz unabhängig von den Maamadoth. Wie kann man also auch nur einen Augenblick glauben, unsere Mischna könne jene Wendung אלא בחבר עיר a. a. 0. verständlich machen? Richtig ist, dass alle anderen Nachrichten, nimmt man unsere Mischna, Tos. T. IV, 1 und die von uns angeführte Tos. II, 4 (219, 8; dort steht statt חצות: מוסף) aiis, nur ein Musafgebet an solchen Tagen kennen, an denen ein Musafopfer dargebracht wird. Es sei bei dieser Gelegenheit hervorgehoben, dass Maimonides ein zwiefaches Musaf unter-