Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1926-01-01 · XVII. (1926) · page 296

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVII. (1926)
Date
1926-01-01
Page
– (sequence 296)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
92% known words query
IRI
…/3486266-3486307--6717-3493092
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

246 ״auf ewig“ die Erblichkeit der Würden Simons zum Ausdruck״ bringt. Was für ihn gilt, gilt also auch für seine Nachfolger. Ich halte danach noch immer nicht für ausgeschlossen, dass כהן גדול ראש חבר ודהודים der Titulatur aQxisqevg, OTQaTTjyog, rjyov^erog *Iovdaiwv (1. Makkab. 13,42), öder wie es an einigen Stellen heisst, S&vccQxrjg gleich zu setzen ist; auf 1. Makkab. 14, 28 ev 2aQa[1s% das dort den Worten v. 27 Ende: i7tl 21f1covog tov dQx1fQ€WQ folgt, die Deutung Wernsdorfs שר עם אל׳ (vgl. die syr. Übersetzung) will ichnur im Vorbeigehen hinweisen (iv ist wahrscheinlich von einem Schreiber beigefügt worden, der diesen Titel für eine Ortsangabe hielt; so Kautzsch, während Schürer vermutet, dass ursprünglich Oeysv pD dagestanden hat, das dem griechischen OTQaTrjyog entspricht). Ergibt sich aber aus den jüdischen Quellen, dass die Münzen ausschliesslich im Namen des Priesterfürsten geprägt worden sind, so kommt hinzu, dass, wie mir einer der besten Kenner, Herr Prof. D1\ Pick, Gotha auf Anfrage mitteilt, ״keine gleichzeitigen römischen Münzen aufzuweisen sind, die ein Analogon bieten für die Nebeneinandernennung des Oberpriesters und des ״Cheber“ der Juden, und, was noch wesentlicher ist, auch keine hellenistischen Parallelen zu nennen sind. Wenn Kr. den nach seiner Auffassung zwischen den verschiedenen Münzen bestehenden Widerspruch dadurch zu erklären sucht, dass er meint: ״mittlerweile bat Hyrkan gelernt, auch ohne Volk zu regieren,“ so hat er unterlassen hervorzuheben, dass die Münzen Aristobuls I., Alexanders, Hyrkans II. und des Antigonos nur die Inschrift וחבר היהודים haben, was schon Graetz immerhin schwierig gefunden hat. (S. חבר עיר S. 26 f.) Ich weiss nicht, was damit gewonnen sein soll, dass Kr. nach dessen Vorgang darauf hinweist, von diesen Münzen seien nur wenige Exemplare vorhanden. Wie man aber auch über die Deutung der Münzinschriften denken mag, dass in jenen Aufschriften ausschliesslich von der hohenpriesterlichen Würde der Priesterfürsten die Rede sein sollte, müsste nach allem, was wir aus dem ersten Makkabäerbuch, aus Josephus und dem Talmud erfahren, in jedem Fall sehr auffällig bleiben, ganz abgesehen davon, dass von der für unsere Aufschriften angenommenen Gesamtgemeinde 0. dgl. dort nichts zu hören ist. Schürer I, 3. und 4. Aufl. bespricht S. 284׳ die zweisprachige Münze mit der Aufschrift יהונתן המלך \\BA2IAESi2 AAE84NAP0Y, die seit

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.