Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVII. (1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- – (sequence 295)
- Language
- German
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345 sowie gegen die Deutung פוד חבר (Wellhausen, I8r. u. jtid. Geschichte 2. Aufl. S. 270) zu sagen ist, habe ich חבר עיר Seite 251. ausführlich dargelegt; 8. besonders a. a. O. S. 5f. und S. 11!. Anm. Leopold Löw, Ges. Schriften IV S. 251, meint, die Beweis־ führung Geigers, bei der sieh allerdings King an Ring zu scblies8en scheint, erhebe es über allen Zweifel, dass חבר עיר die städtische Genossenschaft bedeute. Inzwischen bat aber Schürer gegen Renan und Geiger überzeugend nacbgewiesen, dass חברנם in der grossen phönizisehen Inschrift von!Marseille lediglich bedeutet: ״et collegae eorum“; vgl. auch Lidzb-araki, Handbuch der nordsem. Epigraphik I S. 270. Über die Stellen Hosea und Sprüche 8. o.; weder die eine noch die andere bietet irgendwelche Stütze für die These Geigers. Auf die Sache selbst hoffe ich noch in anderem Zhg. zurückzukommen und verweise einstweilen nur auf meine a. a. 0. gemachten Ausführungen. Hier noch einige wenige Bemerkungen l Soviel ich sehe, ist 1. Halevy, Doroth harischonim 1c S. 442, der einzige, der wenigstens nach einer geschichtlichen Grundlage der nach der gewöhnlichen Auffassung einander widersprechenden Munzinschriften Umschau hält. Eine solche meint er in einer übrigens auf Byrkan II. (ינווי דימלך) bezüglichen Talmudstetle (b. Kiddnschin 66a) gefunden zu haben, fügt aber in richtiger Erkenntnis hinzu, dass man etwas Sicheres hier nicht sagen könne, und alles nur eine mehr oder weniger wahrscheinliche Mutmassang sei. ln der Tat lässt sich gegen die Hypothese Halevys mancherlei einwenden. Ohne dass ich mich aber auf die Erklärung Ewalds ein für alle mal festlege, muss ich doch auch hier hervorheben, dass das Wort חובר für die Bibel sowohl, wie für Mischna und Talmnd bezeugt ist, (8. חבר עיר S. 6) und dass der Hinweis Ewalds auf Hosea a. a. 0. im Zusammenhang mit Gen. 14, 3 (s. übrigens Kr. S. 196 Anm. 2 gegen Ende) und mit 1. Makkab. 13, 42 und 15, 6 (cgi. auch XIV, 27, 35, 41, 43, 47, 48, u. a. 0.) immerhin Beachtung verdient. Nach jenen Stellen, meint Ewald (Gotting. Gel. Anzeigen 1862 S. 844), konnten die Münzen ״nie anders als bloss im Namen der hasmonäischen PriesterfoTsten geprägt werden“. Dazu kommt, dass sich aus 1. Makkab. XIII, 42, XIV, 47 eine dreiteilige offizielle Titulatur Simons ergibt, während an einigen anderen Stellen eine weniger vollständige zweiteilige genannt wird. Und Schürer hebt mit Recht hervor, dass die Formel