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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1926-01-01 · XVII. (1926) · page 287

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVII. (1926)
Date
1926-01-01
Page
– (sequence 287)
Language
German
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237 rituellen Bechern — und wohl auch die mit 137* צדדתא (b. Sabb. 136 a) bezeichnete Leckerei wurden nach und nach abgeschafft und es blieben nur Eier und Linsen, beides von symbolischer Bedeutung. Die Abschaffung ging umso leichter, da, wie wir schon gesehen haben, von Anfang an der Brauch schwankend war (Semahoth c. 14 Ausspruch des R. Sim b. Gaml.). Lehrreich in dieser Beziehung sind die zwei (in j. Berakh. III, 1, 6a Z. 21 ff.) erzählten Fälle: Als R. Hijja b. Abba1) starb, klagte 138* (קבל) um ihn R Samuel b. Isaak am Stadttore und gab ihnen (den Trauernden) Fleisch zu essen und Wein zu trinken; als R. Samuel b. Isaak starb, 13** klagte um ihn R. Zeira am Stadttore und gab ihnen Linsen zu essen (von Wein wird nicht gesprochen, doch wurde er gewiss gereicht), indem er sagte: *38* So ist der Gebrauch. Das hier gebrauchte Wort ״Stadttor“ (j. אבילוי, Nahmani אבלדי, besser אבזלי) gibt uns den Ort an, wo die öffentliche Tröstung vor sich ging: im Stadttor2), das wir aber in einer orientalischen Stadt für gleich halten müssen mit dem ״Platze“ (רחוב) der Stadt, und dies führt uns zur Besprechung des nun folgenden Gegenstandes. 5. Auf dem Stadtplatze. In dieser Rubrik wollen wir uns mit ברבת רחבה belassen, einer Frage, die, wie alles, was auf die alten, obsolet gewordenen Trauervisiten Bezug hat, recht unklar ist. Horovitz hat ihr eine lange Untersuchung und eine besondere Beilage gewidmet; er kommt zu der Frage wegen אץ עולין עליהן בחבר עיר Semahoth3) c. 11, das nach der Erklärung4 * * * 8 *) von zwei späten Decisoren auf die ברבת רחבה geht. Ich konnte nicht finden, dass H. zu irgend einem Ergebnis in dieser Frage kommt. Ich kann die Sache hier nur soweit behandeln, als sie zu חבר עיר zu gehören scheint; das Übrige findet sich in meinem Werke ״Synagogale Altertümer“. 139* *) Dieser hatte nämlich, anlässlich eines Sterbefalles, ebenfalls mit Fleisch und Wein regaliert (das. eine Zeile vorher), und so wurde es auch mit ihm gehalten. Dies der Nexus. In T. A. 66b sind nur zwei Falle berichtet (Tot des R. Sam. b. Isaak fehlt). 2) In den Trauergebräuchen figuriert das Stadttor z. B. auch Moed K. 22 a und das. 17a, s. Levy, Neub. Wörterb. I, 11. 8) S. 15 und S. 18. ף S. 27 f.

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