Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVII. (1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- – (sequence 286)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/3486266-3486307--6707-3493082- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
m gelten »oll, bemerkt, dass nach dem Tode R. Gamliel s* 1) noch drei hinzu gefügt wurden, u. z. je einer für das Synagogenhaupt, für den Synagogenaafseher2 *) 130* und für R.Gamliel (alles nach der Fa«־ sung in |. Rerakh. III, 1, 6a Z. 80ff., vgl. auch Semahoth c. 14 E., hingegen sehr verworren Bar. b. Kethub. 8b, 131* w0־ namentlich der Plural הזד העיר und פרנסי העיר ganz verfehlt ist, während עייר noch ein Stück Altertum auf bewahrt bat)3); 133* setzt das nicht die Anwesenheit einer *Gemeinde, richtiger eines חבר עיר im Trauerhause voraus? Und sehen wir nicht die drei Spitzen dieses Kollegiums? Merkwürdig, aber wahr: H. streift oft die Stelle b. Kethub. 8b, ohne auf diese Sache zu achten! Wie wir gesehen haben, hat auch der Ratsausschuss Speisen und Getränke (letzteres nach b. Hüll. ,94 a) ins Trau er haus gebracht, und sowohl Speise als Trank, aus öffentlichen oder zumindest aus Verbands-Mitteln bestritten, war von einfacher Art, einfacher, als wenn «ich ein Privater mit «einem Geschenke einfand.34ג* Also bat der חבר עיר hierin der heilsamen Reform R. Gamliels (Bar. b. Kethubb. 8b unten) tüchtig vorgearbeitet. 135* Audi nach R. Gamliel sehen wir einen beständigen Kampf gegen den Luxus der Trauergeschenke führen (M. Moed Iv. III, 7, b. 27ab, j. Demai IV, 24a Z. 66 und sonst). 136* Fleisch und Wein 4) — abgesehen von den ernden, um sie zu laben; hei dem andern, der zur Tröstung bestimmt war, sprach man wohl die Trostfomiel. l) Im j. Texte רשב;,ג, also der Sohn (vgl. dessen demokratischen Standpunkt auch im Satze הכל מעלין oben). Doch dürfte dies ein Fehler sein für 3ך״ . B. Gamliel wurde geehrt infolge seiner bekannten Veifiigung, die die Kosten der Totenbestatturg zu massigen bestimmt war. Die neu eirgef ährten drei Becher hat man wieder abgeschafft, weil mit ihnen das Mass überschritten und Trunkenheit verursacht wurde, wie alle drei Stellen angebeD. *) S. schon oben. Ich habe hier, sachgemäss, Semahoth vorgezogen und ראש הכנסת vor '3חזן ה gesetzt (in j. umgekehrt), und es braucht nicht gesagt zu werden, dass dieser חזן ein hoher Würdenträger war (gegen llasclii in Kethub. Sb). 8) Auch in T. A. 66 b wird die Fassung des b. citiert (die Bemerkung ,82* nach חזני העיר nnd לפרנסי העיר dass sie es sind, die sich der Toten annehmen: דמחזקי במילתא לשיכבא — ■dürfte zum ursprünglichen Talmudtext gehören, der jetzt gekürzt ist, doch fehlt der Satz auch bei J. Giath שערי שמחה «d. S. Bamberger p. 65 a). 4) Siehe Citat des רי/,ץ גיאת ans Ebel Rabbathi in T. A. 66׳ b und Tur Jore D. § 37S (weitläufig behandelt bei EL 18 Anm. 2).