Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVII. (1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- – (sequence 280)
- Language
- German
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230 sieh auch in Semahoth c. 12 in folgender Fassung: ... ,,die eiueü ins Trauerhaus, die andern ins Hochzeitsbaus, die einen zum Sohnessiebent1), die andern zum Zusammenlesen von Gebeinen 2)j anlangend Tranerhaas und Hochzeitshaus3), geht letzteres voran.. ., aber die früheren Frommen4) gingen eher ins Trauerhaus als ins Hochzeitshaus“ (nach Kohel. VII, 2) usw. Dieselben Verbände haben wir oben aus Sopherim XIX, 9 107* und etwas von ihrer Mildtätigkeit (גמילות חסדם) im Trauerhause oben aus T. Peah IV, 16 gehabt; zugleich sahen wir auch, aus welchen Kreisen sie sich rekrutierten. Letzteres ist auch ersichtlich aus einer schönen aggadischen Ausführung in Pesikta B. c. 11 (p. 42a ed. Friedmann), wonach die einen den Weisen anbängen und Thora lernen, während zur selben Zeit sich andere (״deren Genossen“, חבריהם) mit Mildtätigkeit befassen 5). 108* Obzwar die Sache dieser Verbände völlig klar, wollen wir doch noch ein wenig bei ihnen verweilen. 109* Gleichfalls von den Männern Jerusalems wird berichtet, wie sehr sie den Feststrauss (לולב) ehrten; ging da einer vom Hause weg, hatte er seinen Lulab in der Hand, ebenso in der Synagoge, beim Schema, bei der Teptaiüa,110* beim Thoralesen, 110*beim Priestersegen (falls er Priester war)6), ebenso wenn er Kranke besuchte oder Trauernde tröstete; ging er Ins Lehrhaus, sandte er seinen Lulab durch seinen Sohn, Diener oder Boten nach Hause (Bar. b. Sukka 41b, auch T. II, 10 p. 195) 7). Natürlich haben diese Verbände — nicht nur bei Ein- שבוע הבן (י Ist die Festwoche des Kindes, das am achten Tage der Geburt beschnitten wird; s. Talm. Arch. II, 11. 8) Siehe das. II, 78. Nach einem Jahre, da der Körper schon verwest war, pflegte man die Gebeine des Toten anderswohin zu überfahren. s) Wenn die beiden nämlich räumlich und zeitlich zusammenstossen. 4) חסידים הראשונים• Dies zeigt, aus welchen Kreisen sich jene Verbände zusammensetzten (vgl. schon oben),le6* und diesen charakteristischen Satz anzufahren finden weder Büehler noch H. für der Mühe wert. Nach Nachmani, תורת האדם e(t* ven. 1595 p. 35b ist hier unter חסידים הראשונים R. lsmaei gemeint (nach T. Meg. IV, 15). 06נ* Büehler (S. 208) hat übrigens die obige Tos.-Stelle auch beachtet (gegen H.). *) 1®s* Es sind da£ eigentlich zwei Sätze, die aber zu kombinieren sind; s. auch Kohut, Arukh III, 339 a. ®) Wieder ein Fingerzeig, welcher Gesellschaftsklasse diese edlen Männer angehörten. י) Auch in Seder ß. Amram p. 50b, wo aber der Referent R. Juda