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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1926-01-01 · XVII. (1926) · page 275

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVII. (1926)
Date
1926-01-01
Page
– (sequence 275)
Language
German
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IRI
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225 wundern, dass die neueren Lexikographen die Bezeichnung (י.חבד עיר überhaupt nicht bringen! J. Levy gehe wenigstens einigermassen auf die Sache ein* 2), aber Büchler and Schürer, die auch hier bei einer städtischen Körperschaft bleiben, gehen irre, ja sie sind, ,,sit venia verbo, Geigerischer als Geiger4 * * *‘ und hätten übersehen, dass nach Geiger selbst die T.-Stellen Pea and Schebiith ״nur auf eine Einzelperson bezogen werden44 können3). All diese gehäuften Vorwürfe fallen auf den Urheber selbst zurück. 83* Es verschlägt nichts, dass auch unsere Koryphäen hier חבר עיר als einen Einzelgelehrten erklärten; *** sie haben eben, anhistorisch wie sie waren, fehlgegriffen. H. hätte sich zunächst fragen sollen: was heisst das, ״Leute der Stadt gingen in eine andere Stadt41? Die Antwort liegt auf der Hand und ist durch ר״ה גזר תעניתא auch im Texte gegeben: es war ein Fasten um Regen. Um keine unnötigen Beispiele für diesen Ausdruck zu häufen, verweisen wir bloss auf die Erzählung Gen. Rabba 33,5 p. 304 Th (vgl. auch Lev. R. 34, 14), wo es sich, angesichts desselben Aus druckes, ausdrücklich um Regen handelt 85* und wo auch ein schönes Beispiel der Opferfreudigkeit berichtet wird. Das Almosengeben ist nämlich das notwendige Korrelat des Regengebets, 86* wie, um wieder nur das Notwendigste anzuführen, u. a. aus b. Sanh. 35 a hervorgeht: בל תענית שמלינן בראת הצדקה usw. 87* Die Stelle Matth. VI, 1—6 hat denselben Vorgang vor Augen4); 88* man sieht hier, wie die Spitzen der Pharisäer zur Veranstaltung gehören. 89* Man sieht das aber auch in M. Taan. II, If. b. 15a—16b, wo der ,,הון המסת, זקן נשיא usw. dazu gehören, Männer, die wir als Mitglieder des ״Stadtverbandes44 bereits kennen. Der Vorbeter musste überhaupt ein frommer und würdiger Mann sein (זקן ורגיל usw.). 89* Darum finden wir die grössten Männer der Zeit, sowohl Taonaiten als Amoräer, in beiden Talmuden in dieser Funktion genannt, unter ihnen auch J) Richtiger חבר עיר zu sprechen, s. oben. 8** 2) Er sagt: R. Huna, als Oberhaupt eines Gemeindeverbandes, habe verlangt, dass man ihm das GehUzur Verteilung übergebe. 3) 83* jj, lässt sich nun schon das zweite Mal von Geiger beirren; s. oben bei דש בעירו* 4) Dies hat Büchler sehr schön ausgeführt in The Journal of Theological Studies X (1909), 266ff. Sonst zum Fastenritus s. bei Schürer II, 572 und I. Levi in Revue des Etudes Juives XLV1I, 161—167. Jahrbuch der J. L. 6. XVII. 15

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