Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVII. (1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- – (sequence 269)
- Language
- German
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219 Band mit in denselben Kreis gezogen wird; nach Graetz ist unser חבר?דר ganz einfach ein städtisches Gemeinwesen, nach J. Levy ein ״Gemein de verband“, was, nebenbei gesagt, missverständlich ist, nach Schürer ein ״bürgerlicher Gemeindeverband“, nach Büchler eine ״Stadtvereinigung0, nach D. Hofimann eine städtische ßovXfy nach J. Horovitz endlich unzweifelhaft eine ״Gemeinde“. Dabei haben J. Levy, Ben Jehuda, Schürer, Büchler usw. das Gute, dass sie חבר עיר an sämtlichen vorkommenden Stellen einheitlich, d. 1. in demselben Sinne auffassen, was z. B. schon von Geiger nicht gesagt werden kann, der für T. Peah IV, 16 genötigt ist, an ein einzelnes Mitglied des Bundes (חובר) zu denken, 65* und in derselben nicht ganz erquicklichen Lage sieht sich auch J. Horovitz bezüglich dieser und einiger anderen Stellen, wie wir noch zeigen werden. Der Zwiespalt fängt bereits mit den sogenannten ראשונים an (8®* siehe z. B. Rascbi zu Meg. 27 a im Gegensatz za Ber. 30a), und selbst Maimuni erscheint inconsequent, denn an einer Stelle, n. z. zu Bosch ha-Schana 34b (s. nächstfolgenden Punkt), denkt er an die Gemeinde, während er zu Ber. 30 a, 67* wo er an eine Einzelperson denkt (in seinem Mischna-Komm.) sagt: חבר״ heisst ein Gelehrter, demnach חבר עיר der חכם (Gelehrter, Rabbiner) einer Stadt“. ״Und ebensowenig wie in Berakhoth kann über die Bedeutung des Begriffes חבר עיר in Rosch ha-Schana 34b irgend ein Zweifel sein 1). Rascbi erklärt dort חבורת צבור, Alfasi setzt ...בצבור (s. auch Ascheri), und ebenso hat Maimonides, Hilkhoth Scbofar III, 7 צבור statt 69 ,חבר עיר* wie sich dieselbe Auffassung auch aus Orach Hajjim 68 (ג* In der Anm. setzt er den Wortlaut der Gemara und Baraitba Roaeh ha־Sch. 34b hierher; letztere wie folgt: כשהוא שומען שומען על הסדר ועל סדר ברבות בר״א בחבר עיר אבל שלא בחבר עיר שומען על הסדר (מ4לא על סדר יברכות. Die letzten vier, von mir eingeklammerten Worte stehen in unseren Agg. nicht, und ich weiss nicht, wie sie H. (and aneh Büchler S. 211 Anm.4 g. E.) ohne Bemerkung setzen kann. Die Worte scheinen ans Seder R. Amram (ed. Warschau 1865) p. 46b zu stammen; allerdings hat sie auch Ms. München (photogr. ed. Strack), aber da ist ein Doppeltes zu bemerken: 1) בד״א בחבר עיר אבל ביחיר (dieselbe LA ist auch aus Rasehi ersichtlich, hingegen R. Hanan’ei Agg.); 2) fortfahrend כשהוא שומען שומען על הסדר ושלא על ה)סדר ברכות)• Das Wörtchen שלא verändert den Sinn stark! Der Satz besagt nun: der Private kann die Schofartöne hören, ohne deren Ordnung einzuhalten und ohne sich gerade an die Ordnung der drei Benediktionen (שופרות. זכרונות. מלכיות) halten.