Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1926-01-01 · XVII. (1926) · page 257

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVII. (1926)
Date
1926-01-01
Page
– (sequence 257)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
91% known words query
IRI
…/3486266-3486307--6678-3493053
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

207 zugleich sich darin als Pharisäer zeigte, dass er Tefillin legte. Solches lässt sich freilich nicht beweisen, aber gut denkbar ist die Sache. Jenes בעל נגפים heisst, meiner Ansicht nach, nichts anderes» als ״Zugehöriger der Versammlung1״), als ob man sagen wurde בן נגפים (vgl. oben בגי הבנסת M. Zabim III, 2), denn בעל und בן ist in diesem Belange völlig gleich2). 36* Die Essener oder wer immer es waren, die sich einer besonderen levitischen ßeinheit befleissigten, konnten in ihren besonderen Niederlassungen, ohne dass diese darum den Charakter von Klöstern3) gehabt haben müssen, nur Leute ihres Gleichen aufnehmen, d. h. Leute, die sich durch rituelle Waschungen auf einer besonderen Höhe der körperlichen Reinheit hielten. Dies ist der Sinn der obersten Bestimmung, die sich in diesem Belange findet (T. Demai II, 11 p. 48, j. II, 3, 23a Z. 9, b. Bekhor. 30 b) ״ מקבלין לננפיםman nimmt auf zur Versammlung“ d. i. zur Niederlassung eines essenischen Ordens4). Die Aufnahme ף Für den Plural כנסים habe ich keine Erklärung, doch wissen wir: usus est tyrannus. Ebenso kommt חבר nur *n der Einzahl vor. 2) 86* בן תירה oder בעל (בעלי) מקרא בני תורה (Belege erlasse ich mir da sie in Ben Jehuda, Thes. 501 bezw. 576 leicht zu holen sind, wo auch sonstige Beispiele). Unserem Ausdruck kommt speziell nahe בני חבירה b. Pesachim 85 a, b. Sabb. 20 a, in Bezug auf das Passamahl, von dem schon Geiger in Verbindung mit חבר עיר spricht (S. 123; J. Zeitsehr. VII, 134). Freilich gibt es auch Fälle, wo בן ond בעל verschieden sind, z. B. ist בית p was anderes und בעל בית was anderes, aber namentlich in abstrakten Dingen ist kaum ein Unterschied da, z. b. מדות טובות p ®®d בעל מדות מיבות. 8) Dies gegen Herzfeld a. 0., der □בניך an xoivoßtov anlehnt, allerdings um auch gleich zu בניפיא zu übergehen. Aber Herzfeld ist so ״gekünstelt״ nicht, wie ihn Büchler zu sein vorgibt. 4) 87* Man hat von t. auszugehen, wo es heisst: והולבין ומסבלין לבנפים» was beweist, dass es sich bereits um eine fortgeschrittene Aufnahme bandelt, d. i. nach bestandener Probe, wie oben bereits angedeutet worden. Die frühere Stufe war für das sogenannte נאמנית oder חבירות. I® b. und j. ist dieser Sachverhalt etwas verwischt. Dafür scheint in j. ein wichtiger Wink gegeben zu sein: die frühere Stufe hiess bereits ״anfhehmen (קבל)“; diese Stufe aber, d. i. □לכנסי, Wird bereits מקריבין genannt: ״näher bringen“; darauf folgt: ימלמדין לטהרות was bereits die vollendete Weihe darstellen mag. Der In j. nun folgende Satz,— Büch ler hat ihn verkannt — im Namen eines anderen Rabbi, kennt die Zwischenstufen anders: 1) הסכמית ® «מרפות (2 יבנפים» 4) מעשרות ® «טהרות• Ick bemerke, dass in diesem Satze כנפיים *teht (ancb in ed. Venedig), was das Wort als Dual erscheinen lässt (״Flügel44), aber mehr als Kopistenwillkür ist das nicht. Ich bemerke ferner, dass ich die Stelle j.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.