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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1926-01-01 · XVII. (1926) · page 249

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVII. (1926)
Date
1926-01-01
Page
– (sequence 249)
Language
German
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199 als uns im Weiteren die Institution der Standmannschaft, wie auch die Verknüpfung mit dem Opferwesen in Jerusalem, manches sagen wird. Wie sehr von hier aus ein Licht fällt auf Sinn und Bedentung unseres eigentlichen Themas, 10* zeigt der Umstand, dass von achtbarer Seite1) als Sitz unseres ״Stadt verbände»“ gerade die Hauptstädte der Maamad-Bezirke hingestellt werden,1Uß welcher An» sicht wir freilich uns nicht anschliessen können, denn unserer Meinung nach setzt der ״Stadtverband“ eine Organisation nach Bezirken nicht voraus. 12* Fest im Auge wollen wir behalten, dass die Kommunalverwaltung zugleich eine Kult Verwaltung ist; in jener Zeit fiel auf dem Boden Palästinas die Wahrnehmung der öffentlichen Ordnung mit derjenigen des öffentlichen Kultus zusammen. In vielen ländliehen Orten ist es ja selbst heute, nach zweitausend Jahren, freilieh bei bodenständigeren Völkern als es die Jaden sind, nieht anders. Für unser חבר עיר wird sich dieser Gesichtspunkt bedeut» sam erweisen. Wie weit ״Kommune“ und ״Synagoge“ zusammen» fallen, soll an folgendem Beispiele gezeigt werden. Dasselbe, was im babylonischen Talmud (Sota 38 b) und auch im Midrasch (Numeri ß. 11,4) mit ״Synagoge“ ausgedrückt wird, heisst in dem jerusalemischen Talmud (Berakhoth V, 5, 9d Z. 8), wo die Sprache noch nicht nach neueren Begriffen geformt wurde, ״Stadt“ (2(עיר). Es handelt sich um die Frage, was zu geschehen habe, wenn in einer ״Stadt“ (bezw. ״Synagoge“) sich nur Priester (בחנים) befan» x) Elbogen, Der j. Gottesdienst in seiner geschieht!. Entwicklung, S. 249; E. sagt nicht, was er mit Ma'amadbezirken meint, er denkt aber offenbar an die Stelle in Bikknrim III, 2, die ich u. a. in קדמוניית S. 31 angeführt habe. In קדמוניות das. 91 spreche ich auch von יחבר עיר doch habe ich die Sache damals noch nicht entscheiden können; auch die Punktierung חבר עיר das. muss (s. Horovitz S. 24) in חבר עיר berichtigt werden, ja, in חבר עיר.* auch H. als Alternative vorschlägt (zu seinen Beispielen füge hinzu den st. constr. von וכבד ,חבר ,ערל• Horovitz hat es unterlassen, auf El bogen und mich a. 0. zu verweisen, und auch die bekannte Arbeit von Weinberg in Monatsschrift f. G. u. W. d. J. XLI, 653 wurde von ihm in diesem Punkte nicht beachtet. 1%* s) Der Autor des betreffenden Satzes ist in b. Sota 38b und in Nun». R. 11, 4 R. Simlai allein, in j. jedoch gehen seinem Namen noch die Namen von zwei Tradenten voran: ein Beweis, wie j. in diesem Punkte authentischer ist. Von R. Simlai ist übrigens nichts zu sagen, er ist bekannt genug, wir wollen nur betonen, dass er Palästinenser war.

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