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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1926-01-01 · XVII. (1926) · page 244

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVII. (1926)
Date
1926-01-01
Page
– (sequence 244)
Language
German
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194 Demnach stellt sich für uns der Sachverhalt so dar. Es war in der Tat eine Meinung vorhanden, die behaupten wollte, dass auch die erste ברכה dem כהן zukommt, und diese Meinung wird in dem Passus פשיטא bekämpft, und zwar mit dem Hinweis auf den Wortlaut der ברכה, wie er von den אנשי כגסת הגדולה verfasst wurde. Das will unser Passus sagen: פשיטא על פדיון הבן אקב״ו על פדיון הבן אבי הבן מברך; die nachdrückliche, scheinbar unnötige Wiederholung des אקב״ו על פדיון הבן will doch offenbar sagen, dass dieser Wortlaut dafür spricht, dass nur der Vater und nicht der כהן diese ברכה zu sagen hat; für den כהן müsste es פדיון הבכור und nicht הבן heissen. Das scheint mir der einleuchtende und einfache פשט unserer Stelle zu sein. Der Bambam hat auch so Peschat gelernt und hat darin einen Beweis erblickt, dass für den Fall, dass der Vater die ברכה nicht sagt und ein anderer an seine Stelle tritt, sei es nun der כהן oder der Sohn selbst, dann muss in der ברכה die Eigenschaft הבכור erwähnt werden. Dieser Schluss ist vollauf, berechtigt. Aus der Tatsache, dass die Form der Brocho על פדיון הבן lautet, schliesst die Gemara, dass der Vater sie zu sprechen hat, daraus ergibt sich, dass es noch eine andere Form geben muss, für den Fall, dass der Vater nicht in der Lage ist diese Brocho zu sprechen. Die Schlussworte unserer Stelle lauten והילכתא אבי הבן מברך ״ שתיםdie Halacha bleibt, dass der Vater des Kindes beide Brochauth zu sprechen hat.“ Auch da fragen die Erklärer, dass dieser Nachsatz scheinbar überflüssig sei, nachdem ja im Lehrhaus bereits so entschieden wurde und keine gegenteilige Meinung sich geltend gemacht hat? In unserer obigen Darlegung wurde der Beweis erbracht, dass in Bezug auf die erste Berocbo bereits früher eine Meinungs- Verschiedenheit geherrscht hat, dass Einige diese Brocho dem כהן zusprachen, folglich war es notwendig für die Halacha endgültig festzustellen, dass — אבי הבן מברך שתים — dem Vater des Sohnes beide ברכות gebühren. Aas gesundheitlichen Rücksichten war der Verfasser genötigt, die Arbeit hier za unterbrechen.

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