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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1926-01-01 · XVII. (1926) · page 242

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVII. (1926)
Date
1926-01-01
Page
– (sequence 242)
Language
German
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IRI
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192 die ברכה על פריק הבן dem Vater des Kindes zusteht, der zweite Teil ist eine wirkliche balachische Frage, und zwar eine wohlmotivierte Frage, wem von den beiden handelnden Personen die ברכת שהחיינו gebührt? Da fragen nun die Erklärer, da doch der erste Teil als feststehend und als allgemein anerkannt erachtet wird, Wozu Wird er überhaupt erwähnt? Die einfache Frage, wer macht beim Pidjon die ברכת שהחיינו hätte doch genügt, wozu die Voraussetzung, dass über die erste ברכה kein Zweifel herrscht? Vgl. צל״ח z. 8t. u. כתב סופר ירד סי" קמ״ן. 80 ohne Weiteres ist diese Fr#ge nicht schwierig Zu beant- Worten. Wer sagt uns denn, dass damals über die erste ברכה Einstimmigkeit geherrscht hat? Es könnte ganz gut sein, dass auch über diese erste ברכה *die Meinungen geteilt waren und das Wort פשיסא ist subjektiv zu verstehen: für uns, die Fragesteller nämlich — besteht über die erste ברכה kein Zweifel, sondern nur in Bezug auf die zweite. Dagegen ist jedoch einzuwenden, wenn es so wäre, dann müssten sie doch den Grund angeben, warum sie selbst es für פשיטא halten, ebenso wie sie die zweite Frage nach beiden Seiten hin begründen. Demnach steht die Frage so: Bedeutet פשיטא allgemeine Zu- Stimmung ohne jeden Widersprach, dann ist der Satz überflüssig; bedeutet es nur die subjektive Meinung der Fragesteller trotz des Widerspruches von anderer Seite, dann vermissen wir die Begründang, worauf sieh dieses פשימא stützt. Es sind schon viele geistreiche Erklärungen darüber gesagt and gedruckt worden, meine Erklärung, die ieh im Folgenden Mete, hat tot Vorzug der Einfachheit, sie liegt im Texte selbst. Bamham H. Bikkurim XI, 5 schreibt, wenn der Vater seinen Sohn aastest, so sagt er dabei die Brocho על פדיון הבן, wenn aber der Vater diese Pflicht nicht erfüllt hat, so muss der Sohn, wenn er erwachsen ist, sich selbst auslösen und dabei die Brocho אקנ״ו לפחית הבכור sagen. Das ist eine doppelte Abweichung von der gewöhniiehen Form. Dort heisst es על mit dem Körnen Und hier לס״ד mit dem Infinitiv. Das ist nicht weiter auffallend, denn auch bei der מצות נדלה hat der Bamham diese beiden Formen, und er findet seine Stütze in Pesaebim? a, wo in ähnlicher Weise zwischen על מנדלה und לסול unterschieden wird.

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